Jauch: TV-Vorabend ist "Todeszone"

Berlin - Moderator Günther Jauch hält den Sendeplatz seines neuen ARD-Kollegen Thomas Gottschalk im Ersten für den schwierigeren.

Der Vorabend gelte im Fernsehen als sogenannte Todeszone, “da geht es mir nach dem 'Tatort' besser“, sagte Jauch der “Bild“-Zeitung (Samstagausgabe). Er betonte zugleich: “Wer sich im Fernsehen neu erfindet, wie wir uns beide demnächst, geht immer ein Risiko ein. Wer sich aber niemals verändert, kriegt auch irgendwann Probleme.“

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Gottschalk sagte dem Blatt in einem Doppelinterview, ihn reize die “Todeszone“ und er habe den ARD-Leuten versprochen: “,Neues Leben blüht aus den Ruinen', wenn ich da einmarschiere. Die wussten auch sofort, dass der Satz aus 'Wilhelm Tell' von Schiller ist.“

Der langjährige ZDF-Moderator Gottschalk wechselt zur ARD und wird ab Januar viermal in der Woche vor der “Tagesschau“ in einer Live-Show mit Gästen und Zuschauern “das aktuelle Zeitgeschehen“ diskutieren. Die Sendung wird “Tagesshow“ heißen. RTL-Moderator Jauch (“Wer wird Millionär?“) ist ab 11. September mit einem neuen Polittalk am Sonntag um 21.45 Uhr im Ersten zu sehen. Er übernimmt den Sendeplatz von Polittalkerin Anne Will, die ab 31. August am späten Mittwochabend zu sehen sein wird.

Gottschalk sagte, Will werde auch auf ihrem neuen Sendeplatz funktionieren. “Aber nachdem es der ARD gelungen ist, die erfolgreiche Marke Günther Jauch in ihren Laden zu holen, ist es auch absolut richtig, diese dort ins Fenster zu stellen, wo die meisten Kunden zu holen sind, und das ist nun mal bei diesem Format der Sonntagabend“, fügte er hinzu.

Mit Blick auf sein eigenes Engagement sagte er, er sei weder mit dem Versprechen noch mit der Verpflichtung angetreten, nun der Jungbrunnen der ARD zu werden. “Aber ich plane Rock 'n' Roll und keinen Walzer“, kündigte der scheidende “Wetten, dass..?“-Moderator an. “Wenn ich damit das Durchschnittsalter nur um ein paar Jahre senke, geht das schon mal in die richtige Richtung.“

Die beiden Moderatoren kennen sich seit vielen Jahren. Beide hatten ihre Medienkarriere beim Bayerischen Rundfunk begonnen. Gottschalk sagte: “Oft rede ich ja nur, um meinem Gegenüber nicht zuhören zu müssen. Beim Günther ist das aber ein ausgesprochener Genuss. Er sagt selten etwas Dummes.“ Jauch ergänzte: “Auch wenn Sie das kaum für möglich halten - wir können privat gemeinsam sogar ganz gut schweigen.“

dapd

Rubriklistenbild: © dpa

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