Soloalbum soll dieses Jahr erscheinen

Kasselerin Katja Friedenberg singt "meinen Song"

+
Singt im Fernsehen und auf Musical-Bühnen und will bald auch ihr Debütalbum aufnehmen: Katja Friedenberg

Kassel. Bei "The Voice of Germany" sang sich Katja Friedenberg einst in die Herzen der Zuschauer. Vier Jahre später ist die Kasselerin nicht nur mit "Sing meinen Song" gut im Geschäft.

Die Kasselerin Katja Friedenberg hat schon einige überraschende Momente erlebt in den drei Staffeln, in denen sie als Background-Sängerin bei „Sing meinen Song - Das Tauschkonzert“ dabei ist. Aber so ein Auftritt wie von Samy Deluxe war dann doch etwas Neues. Ganz spontan legte der HipHopper einen Freestyle-Rap hin. An diesem Dienstag steht Deluxe ab 20.15 Uhr im Mittelpunkt des Erfolgsformats. Und Friedenberg ist nicht nur wegen ihres TV-Engagements gut im Geschäft. Wir haben sie getroffen.

Der Durchbruch

Andere Musiker bereuen es bisweilen, an einer Castingshow teilgenommen zu haben, weil sie den Stempel nie loswerden. Friedenberg indes sagt: „Es war die beste Entscheidung, zu ,The Voice of Germany’ zu gehen.“ 2011 war die damalige Musik- und Englischstudentin als Schützling von Xavier Naidoo bekannt geworden.

Das Format ist für die 30-Jährige immer noch „die Revolution der Castingshows“. Hier geht es nicht darum, Kandidaten in die Pfanne zu hauen, sondern um Musik. „Ich habe unheimlich viele Leute kennengelernt“, sagt Friedenberg. Davon profitiert sie bis heute.

Die Karriere

Anfang des Jahres war die Nordhessin, die seit 2013 in Mannheim lebt, in Südafrika, um die „Sing meinen Song“-Staffel zu drehen. Zuvor hatte sie im Berliner „Wintergarten“-Varieté in der Show „Atemlos“ Hits aus 50 Jahren gesungen. In Mannheim kann man sie im Musical „Hair“ erleben. Mit ihrem ehemaligen Kommilitonen Thomas Höhl bildet sie noch das Duo Sentimental Two. Und im September kehrt sie für die Staatstheater-Produktion „Swing in Concert“ nach Kassel zurück.

Das Album

Ihre Vielseitigkeit ist die Stärke von Friedenberg, die 2014 bei der „Mein Star des Jahres“-Wahl der Bauer-Mediengruppe zur besten Newcomerin gekürt wurde. Und trotzdem fehlt da noch etwas: ein Soloalbum. Das soll dieses Jahr erscheinen. „Es wird ein Mix aus Pop, Chansons und einem Hauch Oldschool-Schlager“, sagt Friedenberg, die nun auf Deutsch singt.

Ihre Muttersprache hat sie erst durch ihren Mentor Naidoo entdeckt: „Auf Englisch kann man sich ein bisschen verstecken, weil nicht alle jedes Wort verstehen. Auf Deutsch ist man nackter. Man legt sich komplett offen.“

Das Tauschkonzert

Naidoo ist für Friedenberg ein Grund, weshalb „Sing meinen Song“ so gut läuft. Den wegen seiner Texte umstrittenen Sänger verteidigt sie als „warmherzigen und sehr offenen Menschen“, was man ihr sofort glauben mag. Ein weiterer Erfolgsgrund für das Tauschkonzert ist, dass „es so eine Art Musikfernsehen sonst gar nicht mehr gibt“.

Die Heimat

Dass ihr Erfolg nicht selbstverständlich ist, hat Friedenberg schon im Jugendchor des Staatstheaters gelernt: „Ich habe viele Sänger im Ensemble kommen und gehen sehen.“ Als Lehrerin, was sie einst werden wollte, wird sie vermutlich nie arbeiten. Aber Kassel wird sie immer in ihrem Herzen tragen. Wenn sie ihre Mutter besucht, spaziert sie gern durch die Karlsaue und den Bergpark.

Dass Kassel nicht den besten Ruf hat, hört sie anderswo oft. Nachdem aber eine befreundete Sängerin gerade mit Gregor Meyle in der Kasseler Stadthalle aufgetreten war, schwärmte die völlig überraschend, wie schön die Stadt sei. Friedenberg hat nicht widersprochen.

Das Album „Sing meinen Song - Das Tauschkonzert, Vol. 3“ mit Nena, Xavier Naidoo, Annett Louisan, BossHoss, Wolfgang Niedecken und Seven ist bei Xn-Tertainment erschienen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.