Kommentar zum "Stadl"-Aus: Was für ein Zirkus

Francine Jordi und Alexander Mazza

Nach miesen Quoten wird der Stadl abgesetzt. Selbst wenn man dem TV-Schunkelklassiker keine Träne hinterherweint, zeigt der Fall: Das Fernsehen nimmt seine Zuschauer nicht mehr ernst. Ein Kommentar von HNA-Kulturredakteur Matthias Lohr.

Hätte man auf Andy Borg gehört, würde es den „Musikantenstadl“ noch geben. Nach seiner Absetzung als Moderator des TV-Klassikers sagte er im Juni 2015: „Wenn man junge Zuschauer erreichen will, braucht man das mit so einem Format gar nicht erst versuchen.“ Dann müsse man gleich so etwas wie „Circus Halligalli“ erfinden.     

Die „Stadl“-Sender ORF, BR und SRF haben nun einen ziemlichen Zirkus veranstaltet. Die Quoten zeigen, dass ihr Verjüngungskonzept mit Francine Jordi und Alexander Mazza gescheitert ist. Wer den „Stadl“ bislang für Halligalli-Blödsinn hielt, wird ihm keine Träne nachweinen. Doch haben auch ältere Zuschauer ein Recht auf ihr Programm. Es muss doch mehr geben als verrückte „Tatorte“. Volkstümliche Musik findet im TV nun noch weniger statt.

Mit ihrem krampfhaften Versuch, jünger zu werden, haben es die Programmverantwortlichen geschafft, dass man sich nach Andy Borg zurücksehnt. Das gelingt auch nicht jedem.

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