Kommentar zur Neuerung bei der Tagesschau: Viel Bohei um nichts

Kurzer Moment: Der ARD-Screenshot zeigt „Tagesschau“-Sprecher Jan Hofer Sonntagabend während der Abmoderation. Foto: dpa

Am Ende der "Tagesschau" kündigen die Sprecher künftig die "Tagesthemen" im Stehen an. Mark-Christian von Busse über eine optische Veränderung, die die ARD als Revolution verkauft.

Und dafür dieser ganze Werbe-Aufwand? Das Rätselraten um elf Sekunden, in denen Beine ohne Oberkörper in den „Tagesthemen“ zu sehen waren? Can-Can tanzende „Tagesschau“-Sprecher in den sozialen Netzwerken? Für diesen einen kurzen Moment, in dem Jan Hofer Sonntagabend im Stehen zu sehen war? Lächerlich.

Mag ja sein, dass optische Auffrischungen der „Tagesschau“ nach 63 Jahren guttun. Natürlich sticht es ins Auge, wenn Judith Rakers und Thorsten Schröder künftig ganz zu sehen sind. Aber ob es wirklich angebracht war, deswegen eine bizarre Werbekampagne vom Zaun zu brechen, die sogar in aktuelle Nachrichtensendungen eingegriffen hat, bezweifle ich. Das hohe Gut des Ersten, die Glaubwürdigkeit seiner Berichterstattung, gerät durch solche albernen Aktionen in Gefahr. Muss die ARD so verzweifelt um Aufmerksamkeit buhlen?

Glücklich ein Land, das keine größeren Sorgen hat, die es debattieren muss. 

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