TV-Talk bei Maybrit Illner

Finger durchgebissen: Polizistin schockt mit Aussage

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Tania Kambouri (r.) bei Maybrit Illner.

Berlin - „Wie sicher ist Deutschland?“ war das Thema bei Maybrit Illner. Neben den üblichen Politikern sorgte eine Gesprächspartnerin für Aufsehen: Eine Polizistin.

Innere Sicherheit und die Kriminalitätsbekämpfung - diese Themen beherrschen in diesem Jahr nicht nur den Bundestagswahlkampf, sondern auch den Endspurt in Nordrhein-Westfalen. Dabei sind die Statistiken nicht unbedingt schlechter, als in anderen Ländern. Aber vor allem das Gefühl vieler Menschen gegenüber der Kriminalität hat sich verändert. Dazu kommt immer mehr Gewalt gegenüber den Menschen, die Gewalt verhindern sollen: Polizisten.

Polizistin berichtet aus der Praxis

Bei Maybrit Illner berichtete davon die Bochumer Kommissarin Tania Kambouri. Sie hat gerade ihr Buch „Deutschland im Blaulicht – Notruf einer Polizistin“ veröffentlicht. Darin berichtet die Enkeltochter griechischer Einwanderer, wie schwer ihre Arbeit teilweise ist: „Wir fühlen uns im Stich gelassen, von der Politik und von der Justiz“, klagt Kambouri. „Viele Migranten nehmen uns nicht für voll, weil ihnen keine Strafen drohen. Die kommen mit einem Grinsen im Gesicht aus dem Gerichtssaal.“

Selbst bei einfachsten Einsätzen könne etwas passieren, erzählt die Beamtin. Bei einem Verkehrsunfall schlug ihr ein Migrant ins Gesicht und biss ihr den Knochen des kleinen Fingers durch.

Was man dagegen tun könnte - da war sich die Runde, unter anderem mit dem SPD-Fraktionsvorsitzenden Thomas Oppermann, der rheinland-pfälzischen CDU-Vorsitzenden Julia Klöckner und der Grünen-Politikerin Claudia Roth eigentlich ziemlich einig: Mehr Polizei. Lediglich Roth beharrte darauf: Auch mehr Prävention würde gegen hohe Kriminalität helfen.

Für Aufregung sorgte vor der Sendung ein Streit um die Sitzordnung - weswegen die Linke auf eine Teilnahme verzichtete.

bew

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