Kritik zum Kino-Start

"The Girl King" erzählt von Liebe und Verachtung

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Idealbesetzung: Malin Buska als Königin Kristina.

München - Mika Kaurismäki mag Kostümfilme nicht besonders. Doch diese Geschichte musste erzählt werden. Von Kristina, der schwedischen Königin.

Von Kristina, 1632 bis 1654 Königin von Schweden. Mit 18 Jahren übernahm sie die Regierung. Das wirklich spannende an dieser Figur ist ihre Zerrissenheit. Einerseits sind da ihre Sehnsucht nach Bildung und ihre Überzeugung, dass nur durch Aufklärung Friede möglich sei. Dann wieder ist sie gefürchtet für Kunstraubzüge in anderen Ländern. Ebenso das Hin- und Hergeworfensein zwischen Verachtung des „schwachen Geschlechts“, der Frauen, die sich dem Mann leichtfertig unterwerfen. Gleichzeitig fühlte sie sich hingezogen zu – einer Frau.

Malin Buska ist die Idealbesetzung für die streitbare Herrscherin. In ihrem stolzen, abweisenden Gesichtsausdruck schwingt immer ihre Sehnsucht nach Nähe mit. Die Kamera von Gay Dufaux fängt ihre Blicke zur optisch engelsgleichen Kammerzofe (ausgezeichneter Gegenpart zur kühlen brünetten Königin: Sarah Gadon) wie ein Beobachter am Hofe ein. Und gestattet Einblicke in die Innenwelt einer Frau, die es lohnt, näher kennenzulernen. Kaurismäkis Werk ist eine für einen Kostümfilm angenehm kitschfreier, mit Martina Gedeck und Michael Nyqvist prominent besetzte cineastische Einladung dazu.

„The Girl King“

mit Michael Nyqvist, Malin Buska Regie: Mika Kaurismäki Laufzeit: 106 Minuten

Sehenswert ++++

Dieser Film könnte Ihnen gefallen, wenn Sie Geschichten über starke Frauen mögen.

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