Kommissare Ballauf und Schenk ermitteln

Kritik zu Kölner "Tatort": Raffinierte Jagd

In Köln ermitteln die "Tatort"-Kommissare Ballauf und Schenk stets konventionell. Auch die Folge "Benutzt" bot solide Krimikost, urteilt unsere Kritikerin Bettina Fraschke.

In der Zusammenstellung mit dem experimentellen „Tatort“ von Sonntag bot der Kölner Fall „Benutzt“ deutlich weniger aufregende, aber solide Krimikost. Und dies qualitativ auf hohem Niveau. So ergab das weihnachtliche „Tatort“-Duo eine gute Kombination, die Fans verschiedener Krimistile befriedigen konnte. Warum zwei neue Folgen an so einem filmisch ohnehin dicht gedrängten Feiertagswochenende hintereinander verballert werden mussten, ist allerdings eine Frage, die die Programmmacher nochmal erklären sollten.

Jens Maria Merz (Buch) und Dagmar Seume (Regie) erzählten in „Benutzt“ einen klassischen Fall von Betrug und Geldgier, der als Jagd, als Versteckspiel inszeniert war. Dazu passte die Billard-Symbolik, die visuell von Anfang an eingeführt wurde: Der Täter beherrschte die Kunst des Über-Bande-Spielens souverän.

Schnell merkten die Kommissare Max Ballauf (Klaus J. Behrendt) und Freddy Schenk (Dietmar Bär), dass sie es hier mit einem gerissenen Trickser zu tun haben, der seinen eigenen Tod nur inszeniert hat, um finanziell abzusahnen. Als das nicht reibungslos klappte, tickte er aus und schädigte eine Reihe von Frauen, Freunden und Geschäftspartnern, mit denen er einst verbunden war.

Wie diese Menschen mit dem Vertrauensbruch zu kämpfen hatten, war ebenso eindringlich, wie es spannend war, die Kommissare bei ihrer Jagd nach dem gerissenen Phantom zu folgen. Auch die Nebenhandlung mit dem Assistenten Tobias (Patrick Aboze) machte Spaß.

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