Ermittlung in München: Der „Tatort: Die Wahrheit“ wirkt nach – ARD, So., 20.15 Uhr

Von der Lust am Töten: Die Vorschau auf den Münchner "Tatort"

Etwas ratlos: Leitmayr (Udo Wachtveitl, links) und Batic (Miroslav Nemec) stecken bei den Ermittlungen fest. Foto:  ARD/BR

Der „Tatort: Die Wahrheit" am Sonntag, ARD, 20.15 Uhr, kommt aus München. Ivo Batic (Miroslav Nemec) und sein Kollege Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl) ermitteln.

Was ist der Ausgangspunkt der Krimi-Handlung?

Auf offener Straße wird am helllichten Tage ein Mann erstochen. Der Familienvater wollte einem auf dem Boden liegenden Obdachlosen aufhelfen, doch statt Dank bekommt er tödliche Stiche in den Bauch. Dank der Expertise von Christine Lerch (Lisa Wagner), der Leiterin der operativen Fallanalyse, wird klar, dass der Täter sein Opfer nicht gekannt hat. Das Beunruhigende: Er tötete, weil er Lust dazu hatte. Der Beginn einer Ermittlungsarbeit, die ein halbes Jahr - verdichtet auf 90 Minuten - andauert.

Wird es nicht langweilig, wenn die Ermittler nicht schnell zum Erfolg kommen?

Ganz und gar nicht. Die Folge aus München macht deutlich, wie zäh die Arbeit der Polizei sein und an den Nerven der Ermittler zehren kann. Deutlich wird, wie Hinterbliebene unter der Ungewissheit eines unaufgeklärten Falles leiden. Das wirkt noch länger nach.

Zuletzt waren die Kommissare Batic und Leitmayr genervt vom Job. Ändert sich das?

Nein, vor allem Batic ist nicht richtig bei der Sache. Er ist übermüdet. Dabei beginnt der „Tatort“ besonders erschreckend. Doch der 62-Jährige ist ausgebrannt. Diesmal bekommt Ivo Batic nicht die Leitung des Falls übertragen.

Lohnt sich bei diesem Tatort das Einschalten?

Unbedingt. Dieser Krimi ist spannend und sehenswert, vor allem auch wegen der erfolglosen Phasen, die die Spannung stetig steigern. Es ist ein bewegendes Thema. Sebastian Marka (Regie) und Erol Yesilkaya (Buch) spielen mit unterschwelligen Ängsten und der Geduld.

• Eine Kritik lesen sie am Sonntagabend auf www.hna.de/TV&Kino

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