ZDF-Mehrteiler

Kriegsveteran klagte: Polnisches Gericht verurteilt Macher von „Unsere Mütter, unsere Väter“

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Eine Szene aus dem Mehrteiler "Unsere Mütter, unsere Väter".

Die Macher des ZDF-Mehrteilers „Unsere Mütter, unsere Väter“ wurden von einem polnischen Gericht zu einer Schadensersatz-Zahlung in Höhe von 5000 Euro verurteilt.

Krakau - Die Macher des ZDF-Mehrteilers „Unsere Mütter, unsere Väter“ sind in Polen laut der Nachrichtenagentur PAP zu Schadenersatz und einer Entschuldigung verurteilt worden. Wie das Bezirksgericht in Krakau am Freitag auf seiner Webseite mitteilte, soll diese Entschuldigung sowohl im polnischen wie im deutschen Fernsehen verlesen werden. Das dreiteilige Kriegsdrama war auch im polnischen Fernsehen ausgestrahlt worden. Das Urteil gegen die Produktionsfirma UFA Fiction und das ZDF ist laut Gericht noch nicht rechtskräftig.

Polnischer Kriegsveteran klagte - Verletzung von Persönlichkeitsrechten

Das Gericht setzte den Schadenersatz für die Verletzung des Persönlichkeitsrechts auf knapp 5000 Euro fest. Im Rechtsstreit geht es um die Darstellung der polnischen Heimatarmee. Ein polnischer Kriegsveteran hatte die Klage eingereicht. Ufa Fiction war am Freitagabend zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Der Veteran und ein Verband früherer Mitglieder der bewaffneten Untergrundbewegung im Zweiten Weltkrieg hatten den Machern vorgeworfen, mit dem im Jahr 2013 erstmals ausgestrahlten Dreiteiler über Deutsche im Zweiten Weltkrieg ihre Persönlichkeitsrechte verletzt zu haben, wie die polnische Nachrichtenagentur PAP bereits im Juli 2016 berichtet hatte. Demnach enthalte „Unsere Mütter, unsere Väter“ Szenen, die Polens Heimatarmee Mitschuld an den Verbrechen gegen das jüdische Volk geben würden. Die Vertreter der Produzenten hatten auf die künstlerische Freiheit verwiesen und gefordert, die Klage abzuweisen.

dpa

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