Wolf Gerlach ist tot

Trauer um "Vater" der Mainzelmännchen

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Wolf Gerlach präsentiert am 01.04.2008 in seinem Atelier in Bad Zwischenahn (Kreis Ammerland) einen seiner ersten Mainzelmännchen-Entwürfe für das ZDF und eine Gummifigur des schlauen Det.

Mainz - Trauer beim ZDF: Der „Vater“ der Mainzelmännchen, der Grafiker Wolf Gerlach, ist tot. Er starb in der Nacht zum Montag im Alter von 84 Jahren im niedersächsischen Bad Zwischenahn.

Gerlach hatte die Trickfiguren zum Sendestart des ZDF vor fast 50 Jahren - am 1. April 1963 - entwickelt. Seitdem tauchen Anton, Berti, Conni, Det, Edi und Fritzchen in lustigen Kurzfilmchen zwischen den einzelnen Werbespots im Vorabendprogramm auf. Scherzhaft werden sie als die dienstältesten Mitarbeiter des Senders bezeichnet. Seit dem Start wurden laut Sender etwa 45 000 Filme mit den kleinen Spaßmachern, die heute anders aussehen als früher, produziert.

Gerlach, der am 17. April 1928 im pommerschen Stolp geboren wurde, wuchs auf der Nordseeinsel Langeoog auf. Nach Stationen als Bühnenbildner in Oldenburg und Braunschweig wurde er Anfang der 60er Jahre Filmarchitekt in Wiesbaden und drehte Werbefilme. Für das ZDF erfand er 1963 die Zipfelmützen-Kobolde, die ihn berühmt machten. Einen Liebling hatte er nicht: „Ich bin ein guter Vater, ich liebe meine Kinder alle gleich“, hatte er zu seinem 80. Geburtstag im Jahr 2008 gesagt.

„Mit Anton, Berti, Conni, Det, Edi und Fritzchen bleibt er einem Millionenpublikum in Erinnerung“, hieß es in der am Montag verbreiteten Würdigung des Senders. Gerlach habe dem ZDF mit den Mainzelmännchen „Sympathieträger geschenkt, die als "zeitlose Entspannungsphilosophen"“ unverwechselbar seien.

Was schon vorher geplant war: Von diesem Dienstag an stehen die sechs kleinen Maskottchen-Stars im Fokus einer ZDF-„Roadshow“, die in Frankfurt beginnt. Dabei geht es um die Vorstellung des Werberahmenprogramms 2013. Besucher können die Macher von Anton, Berti, Conni, Det, Edi und Fritzchen dabei kennenlernen - und Porträtzeichnern über die Schulter schauen. Weitere Stationen sind München, Düsseldorf und Hamburg.

dpa

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