"Malavita - The Family": De Niro reißt's raus

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Einfach umwerfend: Robert De Niro als flüchtiger Mafia-Boss.

Die Mafia-Komödie „Malavita - The Family“ von Luc Besson startet vielversprechend, lässt aber mit der Zeit nach. Robert De Niro ist dennoch gewohnt umwerfend.

Giovanni Manzoni (Robert De Niro), ehemaliger New Yorker Mafia-Boss, wird mit Frau Maggie (Michelle Pfeiffer) und den Kindern Belle (Dianna Agron) und Warren (John D’Leo) ins Zeugenschutzprogramm verfrachtet. Weit weg von der Wut seiner Kumpane in die Normandie, wo die US-Familie für Aufsehen sorgt. Und das noch bevor Mutti dem gehässigen Supermarktbesitzer den Laden abfackelt oder die Tochter den zudringlichen Schulcasanova nach Strich und Faden vermöbelt. Das Familienoberhaupt versteckt sich, von rachsüchtigen Clanmitgliedern verfolgt und den neugierigen Franzosen genervt, fortan hinter der Schreibmaschine und verfasst seine Memoiren. Bis das Killerkommando aus der Heimat eines Tages vor der Tür steht.

Das erste Aufeinandertreffen zwischen den Amis und der französischen Provinzbevölkerung gelingt Luc Besson („Das fünfte Element“) noch recht originell, jedem Familienmitglied werden ein paar gelungene Gags zugestanden. Doch dann verliert sich die an sich hübsche Geschichte zwischen dem Anspruch, eine Mafia-Komödie wie „Reine Nervensache“ sein zu wollen und dem Besson-eigenen Hang zum gut choreographierten, gerne auch mal brutalen Action-Feuerwerk. Macht aber nicht viel aus, denn Robert De Niro ist einfach umwerfend, Tommy Lee Jones als Bewährungshelfer in Würde zerfurcht, und auch Michelle Pfeiffer war schon lange nicht mehr so hinreißend.

Ulricke Frick

Oscargewinner: Die besten Hauptdarsteller seit 2000

Seine Rolle als Lester Burnham, der mitten in einer Midlife Crisis steckt, hat Kevin Spacey im Jahr 2000 den Oscar als bester Hauptdarsteller beschert. © dpa
Oscargewinner Hauptdarsteller
Als bester Hauptdarsteller wurde "Gladiator" Russel Crowe 2001 mit einem Oscar belohnt. © dpa
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Für seine Rolle als korrupter Polizist in Training Day bekam Denzel Washington im Jahr 2002 einen Oscar. © dpa
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2003 bescherte sein Auftritt als der "Pianist" im gleichnamigen Film Adrian Brody einen Oscar. © dpa
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In der Literaturverfilmung "Mystic River" begeisterte Sean Penn die Oscar Jury im Jahr 2004. © dpa
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Zum besten Hauptdarsteller 2005 wurde Jamie Foxx für seine Verkörperung der Soul-Legende Ray Charles im Drama "Ray" gewählt. © dpa
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Seine Rolle als Autor Truman Capote brachte Philip Seymour Hoffman im Jahr 2006 den Oscar ein. © dpa
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Im Politthriller "Der letzte König von Schottland" spielte Forest Whitaker den ugandischen Diktator Idi Amin und bekam 2007 den Oscar als bester Hauptdarsteller. © dpa
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2008 heimste Daniel Day-Lewis die begehrte Trophäe ein. In "There Will Be Blood" arbeiet er sich als Daniel Plainview vom einfachen Schürfer zum skruperllosen Großunternehmer hoch. © dpa
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Seinen zweiten Oscar als bester Hauptdarsteller holt sich im Jahr 2009 Sean Penn für seine Rolle als homosexueller Bürgerrechtler Harvey Milk in der Filmbiografie "Milk". © dpa
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Bester Hauptdarsteller im Jahr 2010 wurde Jeff Bridges. Im Drama "Crazy Heart" spielt er den alkoholkranken Country-Sänger Bad Blake. © dpa
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Den Kampf des britischen Königs Georg VI. gegen seinen Sprachfehler, brachte Colin Firth in "The King’s Speech" gekonnt auf die Leinwand und wurde im Jahr 2011 mit einem Oscar belohnt. © dpa
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Seine Rolle als Stummfilmschauspieler George Valentin in "The Artist" hat Jean Dujardin seinen Oscar als bester Hauptdarsteller im Jahr 2012 zu verdanken. © dpa
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2013 wurde Oscarpreisträger Daniel Day-Lewis zum zweiten Mal als bester Hauptdarsteller ausgezeichnet. Im Historien-Drama "Lincoln" spielt er den 16. Präsidenten der USA, Abraham Lincoln. © dpa

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