ARD, Sonntag, 20.15 Uhr

Mehr als eine Wahrheit: Münchner „Tatort“ setzt alte Geschichte furios fort

Ermitteln seit 26 Jahren, aber so fremd wie diesmal waren sie sich noch nie: Die Münchner Kommissare Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl, links) und Ivo Batic (Miroslav Nemec). Foto: br

Vor einem halben Jahr waren viele „Tatort“-Fans unzufrieden. Die Münchner Folge „Die Wahrheit“ war zwar einer der besten Krimis des Jahres, aber der Täter wurde nicht gefasst.

Dabei lautet das oberste „Tatort“-Gebot nicht: „Du sollst nicht langweilen.“ Sondern: „Am Ende hat alles seine Ordnung.“

Als der Bayerische Rundfunk nun „Der Tod ist unser ganzes Leben“ vorstellte, erklärte Redakteurin Stephanie Heckner: „Das wollten wir so nicht stehen lassen. Dieser Mann muss von der Straße weg, auch wenn es nur ein Film ist.“ Wir beantworten die wichtigsten Fragen.

Worum geht es in „Der Tod ist unser ganzes Leben“? 

Auf den ersten Blick wieder um den Mörder, der in „Wahrheit“ einen Mann am helllichten Tag vor den Augen seiner Frau und seinem Sohn erstochen hatte. Diesmal rammt er das Messer in einen anderen Familienvater. Ivo Batic (Miroslav Nemec) und Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl) nehmen ihn bereits früh fest, aber dann beginnt erst die eigentliche Geschichte.

Schon im letzten Fall waren die Ermittler am Ende, diesmal wird es noch viel schlimmer. Nach 26 Dienstjahren steht für sie alles auf dem Spiel: „ihre berufliche Existenz, ihre Freundschaft und ihr Leben“, wie der BR ankündigte.

Wer hat sich das ausgedacht? 

Die Idee zur Fortsetzung hatte erneut „Die Wahrheit“-Autor Erol Yesilkaya, der mit Holger Joos das Drehbuch schrieb. Regie führte „Tatort“-Debütant Philip Koch. 2010 war er mit seinem Langfilmdebüt „Picco“ zum Filmfestival in Cannes eingeladen. Vor fünf Jahren schrieb er das Drehbuch für das viel gelobte ARD-Kinderprostitutionsdrama „Operation Zucker“.

„Der Tod ist unser Leben“ erzählt der 34-Jährige in geschickt montierten Rückblenden. Leitmayr muss seine Version der Geschichte vor einem Untersuchungsausschuss der Polizei erläutern. Es wird bald klar, dass es bei vielen Augenzeugen auch viele Wahrheiten geben kann.

 Lohnt sich diesmal das Einschalten beim Münchner Tatort? 

Und wie – und zwar auch für jene Zuschauer, die „Die Wahrheit“ nicht gesehen haben. Manche Kritiker monieren gern, dass die Münchner Ermittler nach all den Jahren zu routiniert und selbstverliebt seien. Hier beweisen die nach Ulrike Folkerts (Lena Odenthal) dienstältesten „Tatort“-Kommissare dagegen erneut, dass mit ihnen immer noch superspannende Geschichten erzählt werden können. „Der Tod ist unser ganzes Leben“ ist ein ergreifendes Drama über Freundschaft, Lügen, Verrat und Rache.

Video: Hier können Sie sich die Vorschau zum Münchner "Tatort" ansehen.

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