Nach den ersten zehn Folgen

Netflix-Serie „Dark“: Wird es eine zweite Staffel geben?

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Jonas (Louis Hofmann) steht vor dem Eingang zum mysteriösen Tunnelsystem, das sich durch den Wald der Kleinstadt Winden schlängelt.

„Dark“ ist nicht nur von deutschen Mystery-Fans euphorisch aufgenommen worden - auch die amerikanische Presse feiert die erste deutsche Netflix-Serie. Nach den zehn Folgen der ersten Staffel fragen sich nun viele: Wird es eine zweite geben?

Eine Kleinstadt, ein schier endlos scheinender Wald, pausenlos schlechtes Wetter und ein kleiner Junge, der verschwunden ist: Bevor die erste deutsche Netflix-Produktion „Dark“ an den Start ging, musste sie sich vor allem den Vergleich mit „Stranger Things“ gefallen lassen. Der Vorwurf: ähnliches Setting, ähnliche Geschichte, ähnliche Bildsprache. Außerdem spielt „Dark“ auch noch zeitweise in den Achtzigern, genauso wie „Stranger Things“.

Wer die erste Staffel gesehen hat, kann aber getrost feststellen: „Dark“ ist anders als alles, was deutschen Serien-Zuschauern bislang vorgesetzt worden ist. Ja, es gibt die Kleinstadt Winden, in der jeder jeden kennt und jeder mit jedem aufgewachsen ist und verbandelt zu sein scheint. Aber: Die Geschichten dahinter sind vielschichtiger, als man erwartet hätte - im wahrsten Sinne des Wortes. Denn hier hat nicht nur die Gegenwart Einfluss auf die Zukunft, sondern auch die Zukunft auf die Vergangenheit. „Dark“ spielt auf mehreren Zeitebenen in den Jahren 2019, 1986 und 1953. 

„Dark“: Viele Fragen bleiben unbeantwortet

Der mysteriöse Wald und das ebenso endlos scheinende Tunnelsystem, das sich durch den Wald schlängelt und durch das in fast jeder Folge irgendjemand kriecht, sind Dreh- und Angelpunkt der Serie. Hier verschwindet der kleine Junge, hier beginnt alles und hier endet alles. Jedenfalls in der ersten Staffel.

Und die lässt jede Menge Fragen offen. Das kann natürlich ein Stilelement sein, ähnlich wie zum Beispiel im Hollywood-Film „Inception“. Das Ende des Films ist völlig offen, lässt aber so viel Interpretationsspielraum zu, dass sich jeder sein eigenes Filmende zurecht legen kann. „Dark“ allerdings hat so viele verschiedene Handlungsstränge aufgegriffen, dass das Serienfinale nicht offen bleibt, sondern mit mehreren enormen Cliffhangern endet:

  • Wer ist Noah?
  • Warum ist Mikkel - im Vergleich zu den anderen Kindern - nicht tot?
  • Was passiert mit Ulrich?
  • Was hat es mit Peter Doppler auf sich?
  • Reist der mysteriöse Fremde am Ende noch einmal 33 Jahre in die Zukunft?

Klar ist, dass die Zeitebenen stets 33 Jahre voneinander getrennt sind - 1953, 1986 (hier spielt Tschernobyl eine große Rolle) und 2019. 33 Jahre, nach denen sich alles wiederholt. Der Schluss von Staffel 1 könnte demnach 2052 spielen und der schreit förmlich nach einer zweiten Staffel. Doch wird es eine Fortsetzung geben?

„Dark“: Könnte die zweite Staffel im Dezember 2018 kommen?

Kino.de ist sich sicher, dass eine zweite Staffel von „Dark“ kommt, weil zu viele Fragen offen geblieben sind. Der Streaming-Dienst Netflix hat sich allerdings noch zu keinerlei Plänen geäußert. Allerdings ließen die Produzenten schon durchblicken, wie sie sich eine zweite Staffel vorstellen würden. Dem Magazin Indie Wire erzählten Drehbuchautor Jantje Friese und Regisseur Baran bo Odar jedenfalls laut Giga.de: „Wir werden auf jeden Fall weiterhin Jonas folgen. Er ist einer der Hauptcharaktere, dem die meisten Sachen zustoßen. Daher werden wir nahe an ihm dranbleiben.“ Vielleicht würden auch einige Figuren sterben und dafür neue hinzukommen - ein Erfolgskonzept, das etwa bei Serien wie „Game of Thrones“ oder „The Walking Dead“ in mehreren Staffeln hervorragend funktioniert hat.

Wann eine zweite Staffel starten könnte, ist unklar, solange Netflix sich nicht zu konkreten Plänen äußert. Da der Streamingdienst seine Serien oft im Jahresrhythmus herausbringt, könnte es in einem Jahr, also im Dezember 2018, soweit sein. Darüber würden sich mit Sicherheit nicht nur die deutschen Mystery-Fans freuen, denn auch in Amerika ist die erste deutsche Netflix-Serie euphorisch aufgenommen worden. CNN etwa urteilte: „Dark fesselt genauso, wie es der Name verspricht“ und die New York Times schrieb, Netflix liefere mit „Dark“ Science Fiction mit starken europäischen Wurzeln, vergleichbar mit der britisch-französischen Produktion „The Missing“.

Jede Menge gute Voraussetzungen also für eine zweite Staffel von „Dark“.

pak

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