Live mitraten, wer der Täter ist 

Neue "Tatort"-App im Test: Ermitteln wie Boerne und Thiel

Übersichtlich: Die neue „Tatort“-App der ARD. Foto: Lawatzki

Schon lange guckt eine große Zahl der Zuschauer den „Tatort" nicht mehr nur am Fernseher. Für viele gehört der „Second Screen" dazu. Sie verfolgen auf Smartphone oder Tablet die Diskussionen im Internet. Die ARD mischt bei diesem Trend jetzt mit.

In der „Tatort“-App, die es nun für iOS- und Android-Geräte kostenlos in den jeweiligen Stores gibt, können die Fans live ermitteln. Zudem sind Fakten über die Reihe gesammelt. Wir haben das Angebot getestet.

Positiv: Alle Infos und Videos rund um den „Tatort“ liefert die App kompakt und schnell. Fans dürfte vor allem der Bereich über die Ermittler freuen: Hier gibt es Porträts über alle Teams und ihre Fälle - von den Aktiven wie Boerne und Thiel (ihr Fall am Sonntag erreichte einen Marktanteil von 37 Prozent - bester Wert seit 1993) bis zu legendären Ermittlern wie Schimanski.

Spaß macht vor allem die „Live ermitteln“-Funktion. Während einer TV-Premiere können die Nutzer mitraten, wer der Täter ist. Sobald die Ermittler einen Verdächtigen aufspüren, taucht er als Antwortmöglichkeit auf. So wird der „Tatort“ zu einem interaktiven Spiel, bei dem es das Ziel ist, Abzeichen für richtige Antworten zu sammeln.

Negativ: Im „Live ermitteln“ steckt noch Potenzial. So fehlte es bei der Premiere beim „Tatort“ am Samstag an Spannung, weil nur eine Frage gestellt wurde. Auch lieferte die App keine Übersicht, wie viele Nutzer richtig lagen. Zudem gab es technische Probleme. Zu kurz kommt der Diskussions-Teil: Nur ausgewählte Twitter-Beiträge werden angezeigt.

Fazit: „Tatort“-Fans greifen bestimmt gerne auf die vielen Infos und Hintergründe, die die App liefert, zurück. Die „Live ermitteln“-Funktion wird zum Event-Charakter, den die Reihe immer mehr entwickelt, beitragen. Wer aber gerne die Diskussionen im Internet verfolgt, wird wohl künftig noch zu einem dritten Bildschirm greifen.

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