ARD, Sonntag, 20.15 Uhr

Vorschau auf den heutigen „Polizeiruf 110“: Ein Neuer in Magdeburg

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Dieses Duo wird noch nicht warm miteinander: Hauptkommissarin Doreen Brasch (Claudia Michelsen) und Hauptkommissar Dirk Köhler (Matthias Matschke). 

Zum ersten Mal ist im „Polizeiruf 110“ aus Magdeburg am Sonntag, 20.15 Uhr, im Ersten Matthias Matschke als neuer Hauptkommissar Dirk Köhler an der Seite von Claudia Michelsen als Ermittlerin Doreen Brasch zu sehen. 

Der Fall „Endstation“ stammt von Stefan Rogall (Buch) und Matthias Tiefenbacher. Der MDR bewirbt die Folge als Jubiläumskrimi.

Wer ist dieser Matthias Matschke?

Ein versierter und erfahrener Theater- und Filmschauspieler, den man auch aus vielen TV-Produktionen kennt, etwa aus den Comedy-Serien „Pastewka“ und „Ladykracher“. Der gebürtige Marburger (47) hat die Hochschule der Künste in Berlin besucht und am Schauspiel Frankfurt, an der Volksbühne Berlin sowie am Burgtheater Wien gespielt. In der „Helen Dorn“-Reihe im ZDF war er der Partner von Anna Loos. Beim „Polizeiruf“ ersetzt er Sylvester Groth, der nach fünf Folgen als Jochen Drexler ausgestiegen ist.

Wie schlägt er sich im ersten „Polizeiruf“?

Prima. Der Familienvater, höflich, offen und freundlich, scheint ein Typ ohne Macken und ohne mysteriöse Geschichte. Seine Kollegin Brasch reagiert auf den kommunikativen Neuen auf denkbar schroffste Art. Vielleicht auch, weil sie mit sich zu tun hat: Der ins Rechtsradikalen-Milieu abgeglittene Sohn kommt aus der Haft, und der aktuelle Fall erinnert sie an die eigene Kindheit und Jugend.

Und worum geht es diesmal genau?

!Um die Abgründe in einer Familie. Ein grundbiederes Paar, das eine Reinigung führt, beeindruckend gespielt von Ronald Kukulies und Paula Dombrowski, hat neben der eigenen Tochter drei Pflegekinder. Der zwölfjährige Marco, dessen leibliche Mutter lange drogensüchtig war, wird an einem trüben, grauen Morgen auf dem Weg zur Schule totgeprügelt. Bei sich hat er eine goldene Uhr, die aus einem Einbruch stammt. Wie kommt die Uhr zu dem Kind?

Was hat es mit dem Jubiläum auf sich?

Vor 45 Jahren, am 27. Juni 1971, ging der „Polizeiruf 110“ zum ersten Mal im Deutschen Fernsehfunk (DFF) auf Sendung – als DDR-Pendant zum „Tatort“. „Endstation“ vom MDR ist genau das, was die Reihe im besten Fall ausmacht. Denn der „Polizeiruf“ ist oft weniger plakativ, actionreich oder mit dem Privatleben der Polizisten befasst, sondern rückt feinfühlig die Lebensumstände seiner Protagonisten in den Fokus. So auch diesmal, in einem dunklen Film, der das Beziehungsgeflecht sorgsam seziert.

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