ARD zeigt Kindesmissbrauchs-Drama

„Operation Zucker“: Dieses Ende wurde gekürzt

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Paraschiva Dragus als Fee in dem Fernsehfilm "Operation Zucker" von Rainer Kaufmann

Berlin - Mit dem Drama „Operation Zucker“ thematisierte die ARD Kinderhandel und Missbrauch. Aufgrund von FSK-Vorgaben musste der Sender den Film jedoch kürzen. Wir verraten, welche Szenen um 20.15 Uhr fehlten.

Ob im Chat oder als E-Mail - die ARD hat viele Reaktionen auf das Mittwoch-Drama „Operation Zucker“ bekommen. Allein in der Zuschauerredaktion trafen rund 100 E-Mails ein, die auf den Film mit dem Thema Kindesmissbrauch eingingen, wie es am Donnerstag von der Programmdirektion in München hieß. Etwa die Hälfte habe das Drama mit Nadja Uhl ausdrücklich gelobt, einige hätten noch eine Diskussion oder weitere begleitende Beiträge zum Thema gewünscht, hieß es.

Die ARD hatte den Film zuvor aus Jugendschutzgründen kürzen müssen. Rund ein Drittel der E-Mail-Schreiber beklagte, dass um 20.15 Uhr die gekürzte Fassung gesendet werden musste. „Viele schrieben, dass die längere Version sich gar nicht so sehr unterschied von der gekürzten“, sagte eine Sprecherin der Zuschauerredaktion. Die Langfassung war erst nach Mitternacht zu sehen. Sie ist auch in den nächsten Tagen in der Mediathek abends ab 22 Uhr abrufbar.

Konkret fehlen in der gekürzten Fassung drei Minuten vom Ende des Films. Die zehnjährige Fee, die von der Polizei aus den Fängen der Kinderhändler gerettet wurde, konnte von den Beamten nur an einen vermeintlich sicheren Ort, ein Haus an einem See, gebracht werden. Was in der FSK-12-Version nicht zu sehen ist: Einer der Kinderhändler spürt das Mädchen in diesem Versteck auf, überwältigt die LKA-Beamtin, die Fee beschützen soll, holt die Zehnjährige und setzt sie in die Limousine ihres "Kunden". Die Polizistin hat gegen den brutalen Mann keine Chance und bleibt hilflos zurück.

Die Freiwillige Selbstkontrolle Kino (FSK) hatte befunden, dass dieses hoffnungslose Ende Zuschauer mit zwölf oder 13 Jahren überfordern würde. Deshalb wurde die ungekürzte Fassung erst ab 16 Jahren freigegeben.

dpa

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