Kanzlerkandidat bei Joko und Klaas

Peer Steinbrück im "Circus  Halligalli"

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Joko und Klaas begrüßen am Montag in ihrem "Circus  Halligalli" den SPD-Spitzenkandidaten Peer Steinbrück.

Köln - Nach seinem umstrittenen Stinkefinger-Foto wird Peer Steinbrück am Montag einen weiteren untypischen Wahlkampf-Auftritt wagen: Er ist in der Blödel-Show "Circus  Halligalli" zu Gast.

Am Montg wird Peer Steinbrück zu einem TV-Duell der etwas anderen Art antreten. In ProSiebens "Circus  Halligalli" stellt sich der SPD-Kanzlerkandidat um 22:10 Uhr einem Schlagabtausch mit Joko Winterscheidt (34) und Klaas Heufer-Umlauf (29). Offenbar nach seinem umstrittenen Stinkefinger-Foto ein weiterer Versuch, sich als "cooler" und "lockerer" Kanzlerkandidat zu präsentieren.

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Die beiden Blödelbarden Joko und Klaas sind jedenfalls von Steinbrücks Zusage überrascht. "Dass Peer Steinbrück unsere Anfrage tatsächlich angenommen hat, verwirrt und freut mich zugleich. Humor hat er schon mal. Wenn er jetzt ein journalistisches Interview erwartet, müssen wir ihn leider enttäuschen", sagt Joko Winterscheidt.

Klaas Heufer-Umlauf verrät: "Wir freuen uns sehr, dass Peer Steinbrück sich dafür entschieden hat, längst verloren geglaubte Seriosität mit einem Auftritt bei 'CIRCUS HALLIGALLI' wiederherzustellen. Und jetzt gucken Sie nicht so, wir haben uns auch erschrocken."

Peer Steinbrück: Von Fettnäpfchen zu Fettnäpfchen

Peer Steinbrück
Peer Steinbrück ist für derbe Sprüche bekannt. Mit provokanten Äußerungen sorgte er als SPD-Kanzlerkandidat und zuvor als Bundesfinanzminister wiederholt für Unmut, mehrfach auch im Ausland. © dpa
Peer Steinbrück
Februar 2013: Steinbrück verkündet bei einer SPD-Veranstaltung in Potsdam über die Wahl in Italien: „Bis zu einem gewissen Grad bin ich entsetzt, dass zwei Clowns gewonnen haben.“ Wegen der Äußerungen sagte Staatspräsident Giorgio Napolitano ein geplantes Abendessen mit Steinbrück ab.   © dpa
Peer Steinbrück
Dezember 2012: Kaum ist die Kritik an Steinbrücks Nebeneinnahmen leiser geworden, eckt er mit einer Bemerkung zum Kanzlerverdienst an. Der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ sagt er: „Nahezu jeder Sparkassendirektor in Nordrhein-Westfalen verdient mehr als die Kanzlerin. © dpa
Peer Steinbrück
(...) Ein Bundeskanzler oder eine Bundeskanzlerin verdient in Deutschland zu wenig - gemessen an der Leistung, die sie oder er erbringen muss und im Verhältnis zu anderen Tätigkeiten mit weit weniger Verantwortung und viel größerem Gehalt.“ Nicht nur in der Union, sondern auch in der SPD regt sich deutlicher Widerspruch. © dpa
Peer Steinbrück
Mai 2009: Als Bundesfinanzminister befürwortet Steinbrück Listen von Steuerparadiesen, auf denen auch EU-Staaten auftauchen. Mit Blick auf ein geplantes Treffen sagt er: „Selbstverständlich werde ich sie zur Nachfolgekonferenz im Juni in Berlin einladen: Luxemburg, Liechtenstein, Schweiz, Österreich, Ouagadougou.“ © dpa
Peer Steinbrück
Ouagadougou ist die Hauptstadt des afrikanischen Staates Burkina Faso. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) distanzieren sich von Steinbrücks Äußerungen. © dpa
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März 2009: Am Rande eines Treffens der G20-Finanzminister bei London verweist Steinbrück darauf, dass der wachsende Druck auf Steueroasen Wirkung zeige: „Die Kavallerie in Fort Yuma muss nicht immer ausreiten, manchmal reicht es, wenn die Indianer wissen, dass sie da ist.“ Die Schweiz bestellt den deutschen Botschafter ein. © dpa
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Oktober 2008: Nach einem OECD-Ministertreffen zum Thema Steuerflucht sagt der SPD-Politiker in Paris: „Wir müssen nicht nur das Zuckerbrot benutzen, sondern auch die Peitsche.“ Die Schweizer Außenministerin Micheline Calmy-Rey nennt die Aussage „inakzeptabel“. © dpa

Ob Peer Steinbrück erneut eine provokante Geste zeigt und wie sein Auftritt am Ende bei den Wählern ankommt - wir sind gespannt. Zu sehen gibt es den politisch-angehauchten "Circus  Halligalli" am Montag um 22:10 Uhr auf ProSieben.

vh

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