TV-KRITIK

Polizeiruf 110: "Der Ort, von dem die Wolken kommen" - Ein Film mit hypnotischer Wirkung

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Sympathisch: Verena Altenberger als „Bessie“ Eyckhoff im Polizeiruf 110.

Was für ein vielversprechender Auftakt des Münchner „Polizeirufs 110“ mit Verena Altenberger als neuer Ermittlerin, findet unser Kritiker.

Im Krimi „Der Ort, von dem die Wolken kommen“ des Autorenduos Thomas Korte und Michael Proehl, bei dem Florian Schwarz Regie führte, stimmte ganz vieles: die unaufdringliche Art, wie die Hauptfigur, Polizeioberkommissarin Elisabeth „Bessie“ Eyckhoff, eingeführt wurde, die ruhige Erzählweise, die ungewöhnlichen Schauplätze, der geschickte Spannungsaufbau, eindringliche Bilder, präzise, auch witzige Dialoge.

Ein Film mit hypnotischer Wirkung – und genau darum ging es: Mittels Hypnose fand eine Psychologin (Katja Bürkle) heraus, von wo der verwahrloste, traumatisierte Junge Polou (Dennis Doms) entkommen war, dessen sich Eyckhoff geduldig und hartnäckig angenommen hatte – mit dem Ziel, weitere misshandelte Kinder zu retten.

Aufklärung in Trance war schwer zu verstehen

Für Laien war diese Aufklärung in Trance schwer nachzuvollziehen; und wo der Krimi wirklich schwächelte, das war die Geschichte des Täters, des totgeglaubten Waffenhändlers Walitza (Paul Wolff-Plottegg), und seiner Tochter – Lucy Wirth als eiskalte, verführerische Killerin im Pelz. 

In ihrer Villa waren ihre gemeinsamen Kinder grausam eingekerkert. Dem Film aber folgte man gebannt – angetan davon, dass der Bayerische Rundfunk eine Streifenpolizistin als unkonventionelle, vielschichtige Ermittlerin in den Mittelpunkt stellt.

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