Finale am Freitag

Hubsi raus! Wer siegt bei Promi Big Brother?

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Claudia Effenberg ist noch drin, Hubert Kah flog kurz vor dem Finale unerwartet raus.

Berlin - Ein Ex-Innensenator, eine Ex-Spielerfrau und ein Sänger "voll im Saft": "Promi Big Brother" strotzte vor Skurrilitäten. Die Zuschauer erwarten am Freitag ein skandalöses Finale der Sat.1-Show.

Demonstrierende Feministinnen? Besorgte Medienwächter? Menschenverachtende Witze? Fehlanzeige. Das einstige Skandal-Format „Big Brother“ ist nicht mehr skandalös, sorgt aber für ein gewissen Unterhaltungswert. Am heutigen Freitag (20.15 Uhr) endet die viel beworbene Promi-Ausgabe mit einigen VIP-Leichtgewichten. Immerhin fuhr Sat.1 mit dem aufgehübschten Format passable Quoten ein.

Wermutstropfen: Der heimliche Favorit Hubert "Hubsi" Kah musste einen Tag vor dem Finale den Container verlassen. Die Mitstreiter hatten sich zuvor gegenseitig nominiert, Hubsi landete auf der Liste - und verlor das Zuschauervoting dann gegen Aaron Troschke.

„Promi Big Brother - Das Experiment“ lockte durchschnittlich knapp drei Millionen Zuschauer vor die Bildschirme. „Wir sind überaus zufrieden mit der zweiten Staffel“, sagte eine Sprecherin. „Die 'Big Brother'-Fans, die wir mit der vergangenen Staffel eher enttäuscht hatten, sind wieder mit Freude dabei.“ Damals wurde mangelnde Glaubwürdigkeit kritisiert und die Quoten blieben mau.

„Für die Zuschauer ist es interessant zu sehen, ob die Prominenten so sind, wie sie sich immer geben oder die Maske fällt“, sagte Moderator Jochen Schropp zu Beginn der zweiten Staffel. Damit die Masken auch wirklich fallen, hatte sich Sat.1 ein streitversprechendes Konzept überlegt: Im Haus lebte ein Teil der Bewohner in der oberen Etage im Luxus, während die anderen im heruntergekommenen Untergeschoss um Annehmlichkeiten wie warmes Wasser kämpfen mussten.

Das Konzept ging auf. Es wurde diskutiert und gestritten. Vor allem unten waren die prominenten Bewohner bald weit von der allgemeinen Vorstellung der „Schönen und Reichen“ entfernt. So wurde in sozialen Medien der Duschrhythmus von Ex-Spielerfrau Claudia Effenberg diskutiert, die wiederum über schnarchende Mitbewohner jammerte.

Aus ihrer Motivation für die Teilnahme an dem Container-Spektakel machten einige Teilnehmer keinen Hehl. So antwortete Sänger Hubert Kah („Sternenhimmel“) auf die Frage, was er mit den 100.000 Euro Siegprämie machen würde: „Auf jeden Fall nicht spenden.“

Im Haus blühte der einstige Star der Neuen Deutschen Welle auf. „Ich bin wieder voll im Saft“, teilte Kah seinen Mitbewohnern mit. Weniger gut traf es Mario-Max zu Schaumburg-Lippe. Der durch eine Adoption zum Prinzen Geadelte wurde während seines Aufenthalts im Haus medienwirksam von seiner Freundin verlassen. Er nahm die Nachricht - ganz blaublütig - mit Fassung auf. „Ich grüße an dieser Stelle noch ganz lieb meine Eltern - haltet durch!“

Kandidatinnen wie Ex-Pornosternchen Mia Julia sorgten für ausreichend blanke Haut. Und das wiederum sorgte für Freude bei Ronald Schill. Der Hamburger Ex-Innensenator hat seine Autobiografie geschrieben und verkündete vor dem Einzug - vermutlich nach dem Motto „Sex sells“: „Der Sexentzug wird am schwierigsten“.

Zur Sache ging es für Schill bis auf einen Flirt mit Effenberg eher nicht. Es blieben tiefgründige Gespräche mit Schlagersänger Michael Wendler. „Hier im Keller, in diesem Dreckloch zu hausen, ist für dich eine hervorragende Möglichkeit, die Menschen in dich hineinschauen zu lassen.“ Das brachte ihm immerhin eine Umarmung mit Wendler ein.

Den Schlagersänger kann man getrost als Experte auf dem Gebiet des Promi-Trash-TV bezeichnen. Anfang des Jahres zog Wendler ins RTL-Dschungelcamp - und verließ es nach kurzer Zeit freiwillig. Das brachte ihm viel Kritik ein, also startete er bei Sat.1 einen neuen Versuch.

Diese Promis könnten Doppelgänger sein

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Diese beiden Hollywood-Schauspieler könnten Zwillinge sein: Jeffrey Dean-Morgan (bekannt aus der US-Serie "Grey's Anatomy" oder "P.S. Ich liebe Dich") und Javier Bardem ("Eat, Pray, Love", "No Country for Old Men", rechts) © dpa/ap
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Nein, das ist nicht die Schwester von US-Politikerin Sarah Palin (l.). Schauspielerin und Autorin Tina Fey sieht der ehemalige Gouverneurin von Alaska jedoch sehr ähnlich. © dpa/ap
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Schauspieler Joseph Gordon-Levitt (bekannt aus dem Kinofilm "Inception") erinnert viele an den im Jahr 2008 verstorbenen Schauspieler Heath Ledger (l.).  © dpa/ap
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Verblüffend ähnlich sehen sich auch Schauspielerin Brigitte Bardot und Model Claudia Schiffer. © dpa/ap
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Nicht nur die roten Haare erinnern bei Schauspielerin Amy Adams ("Verwünscht", "Julie & Julia") an Nicole Kidman (l.). © dpa/ap
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In der US-Serie "Grey's Anatomy" ist Patrick Dempsey (l.) der begehrte Arzt McDreamy. Der französische Schauspieler Guillaume Canet (bekannt aus "The Beach" oder "Last Night") macht dem Frauenschwarm allerdings Konkurrenz. © dpa/ap
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Auch Schauspielerin Jessica Biel ("Next", "A-Tem") hat eine heimliche Doppelgängerin: Michelle Monaghan ("Mr. & Mrs. Smith", "Verliebt in die Braut"). © dpa/ap
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Auch Männer und Frauen können als Doppelgänger durchgehen. Torwart-Legende Oliver Kahn (r.) und die deutsche Curlerin Andrea Schöpp. © dpa/ap
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Solch strahlende Augen gibt es nicht oft. Bei Schauspielerin Cameron Diaz (r., "Verrückt nach Mary", "Drei Engel für Charlie") und Model Helena Christensen sind diese Augen das Markenzeichen. © dpa/ap
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Auch die beiden Schauspielerinnen Marion Cotillard ("Inception") und Emily Blunt ("Der Teufel trägt Prada") sehen sich sehr ähnlich. © dpa/ap
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Die dunklen Rehaugen sorgen für die Ähnlichkeit zwischen Desperate-Housewives-Schauspielerin Teri Hatcher auch bekannt aus ("James Bond 007 – Der Morgen stirbt nie") und dem italienischen Model Elisabetta Canalis. © dpa/ap
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Und noch ein Desperate-Housewife hat eine Doppelgängerin: Felicity Huffman (l.) und Sängerin Sheryl Crow. © dpa/ap
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Auch diese beiden Männer sehen sich zum Verwechseln ähnlich. Der brasilianische Fußballtrainer Luiz Felipe Scolari und der US-Schauspieler Gene Hackman (r.). © dpa/ap
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Weil Jessica Schwarz der unvergesslichen Romy Schneider ("Sissi") wie aus dem Gesicht geschnitten ist, spielte sie im Jahr 2009 die Film-Diva in einer TV-Verfilmung. © dpa/ap
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Nicht nur Hollywood hat Schönheiten wie Catherine Zeta-Jones zu bieten. Mariella Ahrens könnte als Doppelgängerin der US-Schauspielerin arbeiten. © dpa/ap
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Das kanadische Fotomodell Linda Evangelista hat verblüffende Ähnlichkeit mit der Schauspielerin Milla Jovovich ("Das fünfte Element", "Resident Evil") © dpa/ap
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Die Ähnlichkeit zwischen den beiden Schauspielerinnen Keira Knightley und Natalie Portman ist nicht zu übersehen. © dpa/ap
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Diese beiden Damen sind nicht nur beide spanische Schaupielerinnen. Penélope Cruz (r.) und Paz Vega sind auch äußerlich kaum zu unterscheiden. © dpa/ap
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Und auch diese zwei Schönheiten sind sich wie aus dem Gesicht geschnitten: Sängerin Nicole Scherzinger ("Pussycat Dolls") und das US-It-Girl Kim Kardashian (r.) © dpa/ap
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Bezaubernd verrückt sind beide und auch äußerlich gibt es Ähnlichkeiten. Grandprix-Gewinnerin Lena Meyer-Landrut und Schauspielerin Nora Tschirner ("Keinohrhasen"). © dpa/ap
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Hollywood-Schauspieler Owen Wilson ("Starsky & Hutch", "Die Hochzeits-Crasher") und Nationaltorwart René Adler. © getty/dpa
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Auch Sänger Bruce Springsteen (r.) hat einen Doppelgänger aus der Fußballwelt. Der italienische Kicker Alssandro Del Piero sieht dem Rockstar verblüffend ähnlich. © dpa/ap
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Hat Popstar Shakira eine Zwillingsschwester? Das nicht, aber auch Mexiko hat eine heiße Sängerin: Paulina Rubio. © dpa/ap
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Die britische Schauspielerin Rachel Weisz ("About a Boy", "Die Mumie") könnte die Tochter von Brooke Shields ("Die blaue Lagune", "Lipstick Jungle") sein. © dpa/ap
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Schauspieler Robert Redford hatte in seinen jungen Jahren verblüffende Ähnlichkeit mit Frauenschwarm Brad Pitt. © dpa/ap
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Beide Topmodel und beide haben mit ihrer Schönheit schon Leonardo di Caprio den Kopf verdreht: Bar Rafaeli und Gisele Bündchen. © dpa/ap
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Auch Pop-Star Justin Timberlake und Schauspieler Ryan Phillippe ("Eiskalte Engel") sehen sich sehr ähnlich. © dpa/ap
Tennisprofi Nicolai Davydenko hat nicht nur wegen der hohen Stirn eine gewisse Ähnlichkeit mit Bayern-Star Arjen Robben. © ap/sam
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Fussballer Marco Reus und Sängerin/ Schauspielerin Miley Cyrus, wobei letztere ihre Frisur auch mal gerne radikal ändert © dpa

„Ich glaube, dass es den Leuten draußen ganz wichtig ist zu sehen, dass ich auch mal was durchziehe“, behauptete Wendler. Dumm nur, dass „Promi Big Brother“ quotenmäßig dem erfolgreichen RTL-Dschungelcamp „Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!“ nicht das Wasser reichen konnte. Das verfolgten damals im Schnitt 7,95 Millionen Zuschauer.

Am Freitag geht also das "Big Brother"-Finale über die Bühne. Wer das Rennen macht? Völlig offen. Und während die - mehr oder weniger -Prominenten über den Bildschirm flimmern, steht schon die nächste Show in den Startlöchern: Sat.1 will im Frühjahr 2015 die niederländische Show „Utopia“ zeigen. Sie stammt von „Big Brother“-Erfinder John de Mol. Bei dem laut Sprecherin „spannenden Sozial-Experiment“ sollen die Kandidaten eine neue Gesellschaft aufbauen. Dafür bekommen sie ein kleines Startkapital, einen Schuppen, ein paar Tiere sowie Wasser- und Gasanschlüsse. Vielleicht klappt es ja da mit den Skandalen.

dpa

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