Ein selbsternannter Todesengel treibt die Ermittler an ihre Grenzen

Psychoduell mit dem Killer: Ulrich Tukur ermittelt im Wiesbadener „Tatort"

+
Abstecher in die eigene Seele: Felix Murot (Ulrich Tukur) schürft in „Es lebe der Tod“ in seiner Vergangenheit.

Der 1001. „Tatort“ ist zugleich der sechste Fall für Ulrich Tukur als Wiesbadener LKA-Ermittler Felix Murot und Barbara Philipp als dessen Assistentin Magda Wächter. Wir beantworten die wichtigsten Fragen.

Um was geht es im 1001. Fall der Krimireihe? 

Ein Serienkiller geht in „Es lebe der Tod“ um. Scheinbar friedlich, wie bei einem Selbstmord, scheiden die Opfer aus dem Leben. Murot und das LKA provozieren den Täter und locken ihn so aus der Reserve. Der Killer wird nach wenigen Minuten geschnappt. Doch sieht der sich vielmehr als Helfer statt als Mörder. Und: So einfach, wie er den Ermittlern in die Falle ging, gestaltet sich die Aufklärung nicht. Denn die Taten können dem selbsternannten Todesengel nicht bewiesen werden. Der Täter verfolgt von Anfang an einen perfiden Plan, der Murot und auch Wächter an psychische Grenzen bringt.

Lohnt sich das Einschalten diesmal? 

Auf jeden Fall. Wirklich konventionell sind Tukur-Krimis nie, allein deshalb lohnt sich das Einschalten. Auch an „Es lebe der Tod“ wird man sich erinnern. Wegen Jens Harzer als schaurig-sanftem Mörder und wegen des fein-nervigen Seelenexorzismus, den so wohl noch keiner der Sonntagsermittler über sich ergehen lassen musste. Ein sehr intensives und berührendes Ende inklusive.

Ihnen läuft die Zeit davon: Murot (Ulrich Tukur) und Magda Wächter (Barbara Philipp) brauchen Ermittlungsergebnisse.

Bleibt bei dem Tukur-„Tatort“ die Tätersucher im herkömmlichen Sinne mal wieder auf der Strecke? 

Ja, weil der Täter bald gefunden wird. Doch dann geht es darum, stichhaltige Beweise zu finden. Dabei werden nach und nach die eigentlichen Beweggründe entlarvt. Schnell entwickelt sich ein Psychoduell zwischen Murot und dem Serienkiller. Es ist zugleich ein melancholischer Abstecher in die Vergangenheit eines aus der Zeit gefallenen Ermittlers.

Erol Yesilkaya (Buch) und Sebastian Marka (Regie) haben zuletzt den tollen „Tatort: Die Wahrheit“ (Batic/Leitmayr) realisiert, ist ihnen ein ähnlich guter Film gelungen? 

Auf jeden Fall. Zwar hat Kunstfreund Ulrich Tukur schon festgestellt, dass es ein „eher konventioneller ,Tatort’“ sei. Diese Aussage ist aber mehr als mit Vorsicht zu genießen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.