"Pumuckl" entstand nach Schneeballschlacht

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Pumuckl und seine Erfinderin ellis Kaut.

München - Die Idee zu dem rothaarigen Kobold "Pumuckl" ist bei einem Skiurlaub seiner Erfinderin Ellis Kaut in der Schweiz entstanden.

Ihr Mann habe sie einen "Pumuckl" genannt, nachdem sie ihn mit Schnee beworfen hatte, erzählte die 88-Jährige am Mittwoch bei der Vorstellung ihrer Autobiografie "Nur ich sag ich zu mir -Mein Leben mit und ohne Pumuckl" in München. Aus dem Spitznamen sei eine Hörspielfigur beim Bayerischen Rundfunk geworden, die - genau wie sie selbst - klein und frech sei. Bundesweit bekannt wurden die "Pumuckl"-Geschichten nach der Premiere im Radio 1962 später in Büchern und in mehreren Fernsehserien.

"Irgendetwas scheint der "Pumuckl" zu bewegen, was der Leser sofort versteht. Vielleicht, dass man lachen kann", begründete Ellis Kaut die Beliebtheit ihrer Figur. Die Geschichten von "Pumuckl" und "Meister Eder" stünden in Kontrast zum heutigen Fernsehprogramm. "Das ist leider sehr dämlich, da kann man nicht lachen", sagte die Autorin. Auf den Titel ihrer Autobiografie sei sie durch Zufall gekommen. Ein Fremder habe ihr einmal erzählt, "Nur ich sag ich zu mir" sei eine Lebensweisheit, die er vom "Pumuckl" übernommen habe. Sie habe den Mann nach dem Weg gefragt und im Gespräch seien sie auf die Figur des Kobolds gekommen.

Zu dem Rechtsstreit mit der "Pumuckl"-Zeichnerin Barbara von Johnson wollte Ellis Kaut sich nicht äußern. Die Künstlerinnen hatten sich in den vergangenen Jahren mehrfach vor Gericht getroffen, es ging um die Rechte an der Figur Pumuckl.

dpa

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