Auserzählt

„Resident Evil 6“ – ein würdiger Abschluss der Reihe

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Verfolgt von Untoten: Milla Jovovich als Alice im letzten Teil von „Resident Evil“.

München - „The Final Chapter“ lautet der Untertitel dieses sechsten Teils der Computerspiel-Adaption „Resident Evil“. Man darf nur hoffen, dass es auch wirklich beim „letzten Kapitel“ bleibt.

Auserzählt war die Ballerei genau genommen schon nach dem zweiten Teil. Die späteren Fortsetzungen fügte Produzent und Regisseur Paul W. S. Anderson vielleicht nur hinzu, um seine ansehnliche Gattin Milla Jovovich noch einige weitere Male in Latex und mit Knarre zu inszenieren – so dürftig war die Handlung, der Kampf gegen Zombies, so nichtssagend, überraschungsarm und langatmig waren die Gewaltorgien.

„Resident Evil – The Final Chapter“ ist allerdings ein würdiger Abschluss. Der Film spinnt zwar die dürftige Geschichte um ein verheerendes Virus und das angeblich existierende Gegengift mühevoll und mit logischen Bruchstellen weiter, knüpft aber visuell endlich wieder an die aufregenden ersten Produktionen an. Seit dem Beginn der Reihe 2002 avancierte Jovovich zur stahlharten Amazone, die in diesem postapokalyptischen Überlebenskampf gegen Untote und korrupte Wissenschaftler antritt. Die Dramaturgie erinnert dabei an das Computerspiel, das hier als Vorbild diente: Schüsse nach links, Schüsse nach rechts, nur die Landschaften variieren – und die Heldin scheint diverse Leben zu haben. Auch diesmal wird Jovovich für ihr Spiel keinen Oscar erringen. Hier wird kein Charakter entwickelt, hier wird gerannt und geschossen. Das Endzeit-Ambiente wirkt heute aufgrund zahlreicher Kino-Dystopien nicht mehr so innovativ wie 2002. Doch Anderson gelingt es, der schlichten, aber soliden Geschichte viele beeindruckende Schauwerte abzuringen.

„Resident Evil – The Final Chapter“

mit Milla Jovovich, Ali Larter Regie: Paul W. S. Anderson Laufzeit: 106 Minuten

Annehmbar

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