TV-Kritik

Rostocker "Polizeiruf": Hier stimmte etwas nicht

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Kamen sich diesmal sehr nah: Alexander Bukow (Charly Hübner) und Katrin König (Anneke Kim Sarnau).

Um die Macht der Mafia drehte sich der aktuelle "Polizeiruf 110: Im Schatten". Mark-Christian von Busse findet, es gab schon bessere Rostocker "Polizeiruf"-Fälle.

Im komplizierten Verhältnis der Rostocker Hauptkommissare Alexander Bukow (Charly Hübner) und Katrin König (Anneke Kim Sarnau) gab es schon oft Momente, in denen man ahnte: Da geht doch was. So nah wie im neuen „Polizeiruf 110“ waren sich die Ermittler, die trotzdem beim Sie bleiben, aber nie. „Kommen wir eigentlich mal zusammen?“, fragte der stets übernächtigt-ungewaschen wirkende Sascha plötzlich Kollegin Katrin, die ihre Gefühle meist diszipliniert verbirgt. Beide kommen sich seit jeher in die Quere, stehen sich im Weg, verbauen sich ihre Zuneigung durch unvermittelte Schroffheit.

Von Beginn an wurde beider Geschichte mit verfolgt, das private Umfeld ausgeleuchtet. Dieses horizontale Erzählen ist die Stärke des Rostocker „Polizeirufs“, auch in der aktuellen Folge von Florian Oeller (Buch) und Philipp Leinemann (Regie). Dem Fall tut das nicht immer gut. „Im Schatten“, wo es um Drogenschmuggel und Korruption in den eigenen Reihen ging, war wenig stringent, zerfaserte. Zu früh ahnte man, dass mit Zoll-Kollegin Jana Zander (Elisabeth Baulitz) etwas nicht stimmen konnte: Sie stand lieber auf Seiten der Starken, der Mafiosi. Unglaubwürdig, wie sie als Pflegetochter des ermordeten Chefs der Zoll-Sonderfahndung in die Ermittlungen einbezogen wurde.

Katrin König bewarb sich derweil in Berlin. Ihr Weggang wäre ein Verlust, nicht nur für Bukow.

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