Sarrazin erster Talkshow-Gast bei Stuckrad-Barre

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Thilo Sarrazin

Berlin - Thilo Sarrazin wird am 16. Dezember der erste Gast in der neuen Late-Night-Show mit Benjamin von Stuckrad-Barre im digitalen Fernsehsender ZDFneo sein.

Sarrazins Auftritt in der Pilotsendung im Juni war ein viel geklicktes Video im Internet: Der ehemalige Berliner Finanzsenator hatte den Gastgeber bei einem Spiel nach NS-Propandaminister Joseph Goebbels raten lassen. Zugesagt habe zudem Gregor Gysi, Guido Westerwelle sei eingeladen, sagte Stuckrad- Barre am Freitag in Berlin.

Produzent der Sendung ist Christian Ulmen (35). “Christian und ich wollen eine Sendung machen, die uns fehlt“, so Stuckrad-Barre (35). “Es kann gar nicht genug getalkt werden“, findet er. Zum Stammpersonal der Sendung, die am 6. Januar immer donnerstags um 22.30 Uhr) fortgesetzt wird, gehören der Journalist Hajo Schumacher und Brandenburgs ehemaliger CDU-Innenminister Jörg Schönbohm, die vom Logenplatz aus das Geschehen kommentieren.

Sarrazin: Der Provokateur redet Klartext

"Will ich den Muezzin hören, dann reise ich ins Morgenland." © dpa
"Piep, piep, piep, wir haben uns alle lieb." © dpa
"In Deutschland arbeitet ein Heer von Integrationsbeauftragten, Islamforschern, Soziologen, Politologen, Verbandsvertretern und eine Schar von naiven Politikern Hand in Hand und intensiv an Verharmlosung, Selbsttäuschung und Problemleugnung." © dpa
"Besonders beliebt ist es, den Kritikern des Islam mangelnde Liberalität vorzuwerfen." © dpa
"Ich möchte nicht, dass wir zu Fremden im eigenen Land werden." © dpa
"Fabriken und Dienstleistungen müssen wandern, nicht die Menschen." © dpa
"Der Weg in den deutschen Sozialstaat darf nicht ohne Wegezoll möglich sein." © dpa
"In den USA bekämen sie keinen müden Cent. Deswegen sind sie auch nicht dort." © dpa
"Ich möchte nicht, dass das Land meiner Urenkel in weiten Teilen muslimisch ist." © dpa
"Die Arbeitsmigration der sechziger Jahre hat eine europäische Völkerwanderung in Gang gesetzt." © dpa

Ulmen schlüpft in die Rolle seiner Kunstfigur Uwe Wöllner und erklärt aktuelle Begriffe wie “Leaking“ (“Wenn ich niese, zum Beispiel, leake ich meine Erkältung“). Aufgezeichnet wird der 45 Minuten lange Mix aus Talkshow und Wochenrückblick im Ballhaus Rixdorf in Berlin-Neukölln.

Stuckrad-Barre (“Soloalbum“, “Auch Deutsche unter den Opfern“) ist als Reporter, Schriftsteller und als Entertainer bei seinen Lesungen bekannt. Im April 2011 sollen die Dreharbeiten zu dem Berlin-Film beginnen, für den er gemeinsam mit Helmut Dietl (“Kir Royal“) die Vorlage geschrieben hat.

dpa

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