Schleichwerbung in ZDF-Show?

„Wetten, dass..?“-Vorwürfe: Beck will Antworten

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Kurt Beck fordert eine Stellungnahme vom ZDF

Mainz - Nach den Vorwürfen der Schleichwerbung gegen „Wetten, dass..?“ erwartet ZDF-Verwaltungsratschef Kurt Beck eine Reaktion des Senders.

„Es ist (...) selbstverständlich, dass ich als Vorsitzender des Verwaltungsrates des ZDF den Intendanten bitten werde, zu den Vorhaltungen Stellung zu nehmen und die heutige Praxis darzustellen“, teilte der scheidende rheinland-pfälzische Ministerpräsident am Dienstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Mainz mit.

Er verwies aber zugleich auf Vorgänge von 2007 und früher: „Es handelt sich dabei um Vorgänge, die lange zurückliegen, die auch in den Gremien erörtert wurden.“ Darauf habe es seinerzeit Reaktionen des Senders und Veränderungen in Abläufen und Kontrollen gegeben.

Das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ hatte berichtet, die Firma Dolce Media biete seit Jahren die Möglichkeit, für Millionensummen verbotene Reklame in Deutschlands populärster Fernsehshow „Wetten, dass..?“ zu platzieren. Dolce Media wurde von Christoph Gottschalk gegründet, dem Bruder des langjährigen ZDF-Showmasters Thomas Gottschalk. Das ZDF hatte den Vorwurf der Schleichwerbung am Montag zurückgewiesen. Nur in einer Ausgabe 2007 habe es eine „grenzwertige Preispräsentation“ gegeben, wonach die Redaktion und Gottschalk auf die Gewinnspielregeln des Senders hingewiesen worden seien. Thomas Gottschalk hatte auf den Artikel betroffen reagiert.

Auch der ZDF-Fernsehrat will sich laut „Spiegel Online“ mit dem Thema befassen. Beck scheidet an diesem Mittwoch nach 18 Jahren aus gesundheitlichen Gründen als Regierungschef aus.

dpa

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