Wie konnte das passieren? 

Schock beim ESC 2018: Störer ist laut Medienberichten politischer Aktivist

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Trotz des Zwischenfalls konnte die Britin SuRie ihren Auftritt zu Ende führen. 

Während die Britin SuRie beim ESC 2018 ihren Song performt, kommt es zum Schock-Moment: Ein Mann stürmt die Bühne und reißt der Sängerin ihr Mikro aus der Hand. Britische Medien berichten, dass es sich um einen politischen Aktivisten handelt. 

Update 13. Mai, 17.16 Uhr: Bei dem Störer während des Eurovision Song Contests handelt es sich britischen Medien zufolge um einen Rapper und politischen Aktivisten aus London. Der Mann stürmte schon mehrfach bei Live-Fernsehsendungen die Bühne, wie die britische Nachrichtenagentur PA am Sonntag berichtete. So habe er die Verleihung der nationalen Fernsehpreise und auch eine nordirische Talkshow unterbrochen. Nach einem Bericht des „Mirror“ verurteilt der Rapper kommerzielle Popmusik und wirft Medien Korruption vor.

Alptraum auf der Bühne: Störer entriss Sängerin das Mikro

Der Mann, der sich unter anderem „Dr ACativism“ nennt und in London kaum bekannt ist, hatte am Samstagabend beim Finale in Lissabon den Auftritt der britischen Sängerin SuRie gestört. Während sie als neunte Kandidatin von 26 Finalisten ihren Song „Storm“ sang, stürmte er auf die Bühne und entriss ihr das Mikro. Dem Sender BBC zufolge rief er „For the nazis of the UK media, we demand freedom“ (deutsch: Für die Nazis der britischen Medien: Wir verlangen Freiheit!).

Nach Angaben des Veranstalters, der Europäischen Rundfunkunion, dauerte der Vorfall sieben Sekunden. Der Mann habe Vorrichtungen für Kamerafahrten genutzt und die Hauptbühne über eine Brücke erreicht. Dabei sei er von Security-Mitarbeitern verfolgt worden. Man nehme den Vorfall sehr ernst, heißt es in einer Mitteilung. Sicherheitskräfte zerrten ihn schließlich von der Bühne; die Polizei nahm ihn fest.

Sängerin lehnte Wiederholung des Auftritts ab 

SuRie musste für einige Sekunden ihr Lied unterbrechen, bevor sie wieder einsetzte und ihren Song souverän zu Ende sang. Nach Angaben des Veranstalters war den Briten angeboten worden, den Auftritt zu wiederholen. SuRie und ihr Team hätten dies aber abgelehnt. Am Ende landete die 29-Jährige auf dem drittletzten Platz. Sie habe ihr Bestes gegeben, teilte die Sängerin mit.

Die Meldung vom 12. Mai

Lissabon - Jetzt heißt es hoffen: Mit seiner Ballade „You let me walk alone“ hat Michael Schulte Deutschland ins Finale des Eurovision Song Contest (ESC) geführt. Der 28-Jährige sang sein Lied am Samstagabend (hier geht es zum Live-Ticker) in Lissabon ab genau 22 Uhr mit viel Gefühl, begleitet von grafischen Einblendungen und Fotos im Hintergrund und ohne große Showeffekte. Das Lied hat er seinem Vater gewidmet, der starb, als sein Sohn noch ein Teenager war.

Schultes Auftritt verlief ohne Störungen, bei der britischen Interpretin zwei Nummern zuvor war ein Mann auf die Bühne gestürmt und hatte der Sängerin SuRie das Mikrofon entrissen. Er wurde von der Bühne gezerrt - die Britin konnte souverän ihren Auftritt zu Ende führen.

Michael Schulte, der im niedersächsischen Buxtehude wohnt, singt bevorzugt auf Englisch, auch in seinem Song für Lissabon. Er ist die große Hoffnung der deutschen ESC-Fans, diesmal nicht wie in den vergangenen Jahren ganz hinten zu landen. Levina kam 2017 nur auf den vorletzten Platz, in den Jahren 2016 und 2015 landeten Jamie-Lee sowie Ann Sophie jeweils auf dem letzten Platz. Der Sieger steht erst nach Mitternacht fest.

dpa

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