Polizeiruf 110: Lucas Gregorowicz ist der Neue

Neue deutsch-polnische Freundschaft: Die Kommissare Adam Raczek (Lucas Gregorowicz, von links) und Olga Lenski (Maria Simon) mit Polizeihauptmeister Wolfgang Neumann (Fritz Roth). Foto: rbb

Der Brandenburger „Polizeiruf 110" mit Hauptkommissarin Olga Lenski (Maria Simon) ist umgezogen: nach Frankfurt (Oder). Am Sonntag um 20.15 Uhr im Ersten ermittelt Lucas Gregorowicz erstmals als Kommissar. 

Wie kommt es zu dieser Neuausrichtung?

Der RBB will eine Region in den Fokus rücken, die im Film selten vorkommt, wie Intendantin Dagmar Reim sagt. Die Grenzregion bietet auch reichlich neue Themen. Der Abschied des skurrilen Wachtmeisters Horst Krause (gespielt vom gleichnamigen Schauspieler, der gestern 74 wurde) bot die Gelegenheit für den Neustart.

Wie sieht die deutsch-polnische Kooperation aus?

Der Fall „Grenzgänger“ vom Deutsch-Polen Jakob Ziemnicki ist eine deutsche Produktion. Aber polnische Stars wie Danuta Stenka spielen mit, polnische Passagen werden nicht synchronisiert, der Film wird am Sonntag ab 20.15 Uhr im Ersten und ab 21.25 Uhr im Sender Telewizja Polska (TVP 1) ausgestrahlt.

Vor allem: Lenski - wie der aus Potsdam vertraute Kollege Wolfgang Neumann (Fritz Roth) - beginnt in einer binationalen Ermittlergruppe. In Wirklichkeit gibt es zwar eine gemeinsame Dienststelle am Grenzübergang, aber (noch) keine grenzübergreifende Mordkommission. Lenski zur Seite steht ihr Kollege Adam Raczek (Lucas Gregorowicz).

Wer ist dieser Lucas Gregorowicz?

Der 39 Jahre alte, in London geborene Bochumer wuchs zweisprachig teils auch in Polen auf. Der Theaterschauspieler war im Film „Soul Kitchen“, im ZDF-Mehrteiler „Unsere Mütter, unsere Väter“ und in der ARD-Serie „Vorstadtweiber“ zu sehen. Gregorowicz wollte eine „nachvollziehbare Gestalt“ schaffen, mit Charme, zupackend, die auch mal Fehler macht. Seinen Vorgänger Krause traf er in Berlin mal auf der Straße. Sie tranken in der nächsten Kneipe ein paar Bier: „Dann habe ich seinen Segen bekommen.“

Und wie ist der erste Fall des neuen Teams?

Mittelmäßig spannend. Die Ermittler müssen herausfinden, welche Beziehungen zwischen einer Unterkunft tschetschenischer Asylbewerber, einer Anwaltskanzlei und einem Boxklub bestehen. Interessanter ist, wie Schauplatz und Team eingeführt werden. „Man muss das Bügeleisen ausschalten“, findet Gregorowicz. Das gilt zumindest für die erste Viertelstunde.

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