Sonntag, ARD, 20.30 Uhr

Vorschau: Schweizer „Tatort“ spielt im Elite-Internat

Im Luzerner "Tatort: Kleine Prinzen" setzt sich Kommissar Reto Flückiger (Stefan Gubser) stur auch über diplomatische Schranken hinweg. Eine Vorschau auf die Folge am Sonntag.

Alles sieht ganz einfach aus: Ein Lkw-Fahrer schläft ein und überfährt auf einer Landstraße eine junge Frau. Er lässt die Tote liegen und sucht das Weite.

Stefan Gubser

Zu einfach für einen „Tatort“. Der zehnte Schweizer Fall aus Luzern, den die Drehbuchautoren Stefan Brunner und Lorenz Langenegger erdacht haben, führt die Kommissare Reto Flückiger (Stefan Gubser) und Liz Ritschard (Delia Mayer) in ein Elite-Internat. Die Tote, die bildschöne Ava Fleury (Ella Rumpf), war ein Früchtchen, auch den in der Schule üblichen Partys, Affären und Drogen nicht abgeneigt. Kurz vor ihrem Tod hatte sie Sex, sie starb durch einen Schlag auf den Hinterkopf, ihr Kleid trug sie falschrum. Der Lkw-Fahrer ist bald entlastet.

Zu diplomatischen Verwicklungen kommt es, als der gut gelaunte, weil verliebte Flückiger und Ritschard einen Mitschüler vernehmen wollen: den Sohn eines Emirs.

Ermittler: Delia Mayer

Der für eine Führungsrolle im Wüstenstaat vorgesehene, aber viel mehr den schönen Künsten und dem westlichen Lebensstil zugetane junge Mann wird von seinem Bruder, einem Minister, in einem Nobelhotel abgeschottet. Man hat gleich die ganze Etage gemietet. Exterritoriales Gebiet, die Schweizer Polizei hat keinen Zugriff. Was den sturen Flückiger nicht davon abhält, dem Nachwuchs des Emirs auf den Zahn zu fühlen, diplomatische Krise hin oder her.

Und dann ist da noch der Vater der hübschen Toten, der ihren Tod nicht verwinden kann – vor allem aber, dass er den Kontakt zu seiner Tochter längst verloren hatte.

Eine sehr schweizerische Milieustudie und ein solider „Tatort“. Regie: Markus Welter.

Rubriklistenbild: © dpa

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