TV-Sendung in der ARD

Bekannte Moderatorin offenbart dunkles Geheimnis bei „Maischberger“

Bei Sandra Maischberger ging es Mittwochabend um das Thema sexuelle Belästigung. Eine Moderatorin packte im Gespräch aus.

Spätestens nach dem Harvey Weinstein-Skandal spricht man selbst in Deutschland verstärkt über sexuelle Belästigung. Auch bei Sandra Maischberger ging es Mittwochabend um das kontroverse Thema. Eine Moderatorin packte im Gespräch aus.

Berlin - Bei der TV-Talkshow ging es dieses Mal um das Thema sexuelle Belästigung (hier in der Mediathek zum ansehen). Viele Frauen hätten es selber schon erlebt, schweigen aber. Der Grund dafür sei laut Journalistin Teresa Brücker (“Edition F“) die Schuldsuche. Viele Opfer würden diese eben bei sich selber suchen. Zudem erscheinen die Täter meist in einer Machtposition. Die Frauen hätten demnach beispielsweise Angst ihre Jobs zu verlieren. Laut Maischberger werden selbst heutzutage nur fünf bis sieben Prozent aller sexuellen Übergriffe angezeigt.

Moderatorin wird mit 19 Jahren Opfer eines sexuellen Übergriffes

Schauspielerin Marlene Lufen berichtet über sexuelle Nötigung.

Die Sat1-Moderatorin Marlene Lufen gehört da nicht dazu. Sie berichtete in der TV-Sendung von einem konkreten Fall - ihren Peiniger habe sie niemals angezeigt. Geschehen sei der Vorfall, als sie 19 Jahre alt war. Sie sei damals zu einem Fotografen nach Hause gefahren, er habe Fotos von ihr geschossen - auch Unterwäschebilder. Als sie sich wieder angezogen habe, sei er plötzlich über sie hergefallen, habe sie aufs Bett geschmissen und sie am Arm gepackt. Sie habe sich losreißen können und sei sofort zu ihren Eltern gefahren, erinnert sich Marlene Lufen. Eine Anzeige kam allerdings nicht in Betracht. Auch nicht, als sie ihren Eltern von dem Übergriff erzählt habe - es sei damals einfach eine andere Zeit gewesen.

Auch in Deutschland gibt es ähnliche Fälle wie Weinstein

Im Gespräch mit Sandra Maischberger erzählt der einzige Mann in der Runde, Schauspieler Hannes Jaenicke, dass es in Deutschland ähnliche Fälle gäbe wie den Harvey Weinstein oder Kevin Spacey-Skandal in den USA. Jaenicke wisse von einem Schauspieler, von dem man sich erzähle, dass Kolleginnen immer Angst gehabt hätten, seinen Wohnwagen am Set alleine zu betreten. Dieser Schauspieler sei inzwischen verstorben. Hätte er aber zu Lebzeiten davon erfahren, wäre er sofort eingeschritten, so Hannes Jaenicke.

Zur Frage, ob Männer unter Generalverdacht stehen würden, entgegnete Jaenicke, dass es ziemlich „leicht“ sei, die Schwelle von Kompliment zu sexueller Nötigung zu erkennen: dies sei das „gegenseitige Einvernehmen“.

nm

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