Steve Carell zaubert in „Der unglaubliche Burt Wonderstone“

Noch segelt er auf der Welle des Erfolgs: Steve Carell ist der Magier Burt Wonderstone. Foto: dpa

Als Magier sind Burt (Steve Carell) und sein alter Freund Anton (Steve Buscemi) die Attraktion in Las Vegas. Gemeinsam segeln sie auf der Woge des Erfolges, bis ihre Zaubervorstellungen zur Routine verkommen.

Und die Konkurrenz schläft nicht: Auf den Straßen von Vegas und im Kabel-Sender „Intense-TV“ macht ein gewisser Steve Gray (Jim Carrey) als Extremzauberer auf sich aufmerksam. Sein Kartentrick endet damit, dass er sich die gesuchte Spielkarte mit einem Skalpell aus der eigenen Wange schneidet. Als die neue „Generation der Magie“ wird der Mann gefeiert und mit Burts Karriere geht es steil bergab.

Das achtfache Queen-Size-Bett im Nobelhotel wird gegen eine schmale Liege in einer Billigpension eingetauscht. Statt auf der Bühne des Casinos zaubert Burt nun im Aufenthaltsraum eines Altersheimes. Mit dem rasanten sozialen Abstieg des Magiers thematisiert Don Scardinos „Der unglaubliche Burt Wonderstone“ eine aktuelle Angstfantasie der krisengeschüttelten US-Gesellschaft und erzählt vom persönlichen Relaunch des Helden, der aus der Krise nicht unbeschadet, aber emotional gereift hervorgeht.

Zwischen den Unterrichtseinheiten zur Lebenskunde darf aber auch gelacht werden. Vor allem über Jim Carrey, der hier mit dunklem Humor für die Kritik an der amerikanischen Mediengesellschaft zuständig ist, die nach immer extremerem Entertainment giert. Mit seinen kurzen, prägnanten Auftritten stiehlt Carrey Publikumsliebling Steve Carell entschieden die Show.

Der sieht zwar anfangs mit Achtziger-Jahre-Föhnfrisur und tief dekolletierter Trikotage wunderbar beknackt aus, zeichnet jedoch den selbstverliebten Bühnenzauberer zu eindimensional. Was zunächst wie eine tollkühne Satire auf Showbusiness daherkommt, verebbt in der halbherzigen Komik amerikanischer Familienunterhaltung.

Genre: Komödie

Altersfreigabe: ab 12

www.hna.de/kino

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