Kosten von 24 Millionen Euro

So sieht das neue "Tagesschau"-Studio aus

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Judith Rakers im neuen Tagesschau-Studio.

Lokstedt - Die Tagesschau in der ARD präsentiert sich ab Samstag in neuem Gewand. Das neue, knapp 24 Millionen Euro teure Studio wird von Jan Hofer eingeweiht. Wir zeigen, wie es aussieht und erklären, was es kann.

Was lange währt, wird endlich gut: Am Samstag präsentiert die ARD das neue Tagesschau-Studio. Jan Hofer, der seit 1985 Tagesschau-Sprecher ist, darf es einweihen. Dass es am 19. April endlich soweit sein würde, hatte der 62-Jährige am Montag auf seiner Facebook-Seite angekündigt. Und allmählich wurde es auch Zeit: Rund zwei Jahre lang hatte die ARD an dem neuen Studio im NDR-Turm in Lokstedt herumlaboriert und sich die Modernisierung knapp 24 Millionen Euro kosten lassen.

Tagesschau-Studio mit 18 Meter breiter Videowand

Die wohl größte Neuerung, die auch sofort ins Auge sticht, dürfte die 18 Meter breite Videowand sein. Sie erlaubt es dem Nachrichten-Sprecher einem exklusiven Bericht der "Bild"-Zeitung zufolge, Fotos, Filme und Internetquellen direkt auf der Wand zu erklären. Dabei stehe er "quasi "in" den Nachrichten". Die ARD selbst erklärt zur Medienwand: Sie "ist zentrales Medium und bietet eine Vielzahl an Mögliechkeiten für die Moderatoren." Den Sprechern stehen außerdem zwei Y-förmige Multimedia-Tische mit abgerundeten Kanten zur Verfügung. In die Tische sind Bildschirme mit Touchscreen-Funktion eingelassen, die nur von den Sprechern eingesehen werden können. Insgesamt macht das neue Tagesschau-Studio auf den am Dienstagnachmittag von der ARD bereitgestellten Bildern einen sehr weitläufigen und modernen Eindruck.

Tagesschau-Studio wird moderner, Konzept bleibt gleich

Das Bild zeigt den Post von Jan Hofer auf seiner Facebookseite, in dem er das neue Tagesschau-Studio ankündigt (zum Vergrößern bitte hier klicken).

Am 8. April hatte die Tagesschau in ihrem YouTube-Kanal bereits mit einem durchaus humorvollen Video mit dem Titel "Die Tagesschau - ein alter Hut?" angekündigt, dass sie in Zukunft moderner werden will. Der Clip wurde inzwischen von über 25.000 Usern angeklickt (Stand: 15.4., 16.30 Uhr). Der ARD-Vorsitzende Lutz Marmor hatte in diesem Zusammenhang angekündigt, dass die konkrete Bildsprache der Tagesschau aufgefrischt und die Sendung technisch auf das heutige Niveau gebracht werden soll. Die ARD betonte aber zugleich, dass nicht am Konzept gerüttelt werden wird. Dr. Kai Gniffke, erster Chefredakteur ARD-aktuell, sagte gegenüber unserer Onlineredaktion: "Die Tagesschau als Sprechersendung ist mit rund neun Millionen Zuschauern Abend für Abend klarer Marktführer bei den Fernseh-Nachrichtensendungen. Auch wenn sich optisch etwas ändern wird: Die Tagesschau bleibt die Tagesschau - die Nachricht ist der Star."

Das Tagesschau-Studio im Laufe der Jahrzehnte

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Judith Rakers im neuen Tagesschau-Studio. © NDR/Thorsten Jander
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Judith Rakers spricht die Tagesschau im neuen Studio. © NDR/Thorsten Jander
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Andreas Käckell (Sport), Judith Rakers (Nachrichten), Thomas Roth (Moderator) im neuen Tagesschau-Studio. © NDR/Thorsten Jander
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Arbeitssituation während einer Tagesthemensendung im neuen Studio. v.l.: Okka Gundel (Sport), Jan Hofer (Nachrichten), Caren Miosga (Moderatorin). © NDR/Thorsten Jander
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Das neue Studio © NDR/Thorsten Jander
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Blick aus der Regie ins neue Tagesschau-Studio: Caren Miosga moderiert die Tagesthemen. © NDR/Thorsten Jander
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Jan Hofer im neuen "Tagesschau"-Studio. © NDR/Thorsten Jander
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Jan Hofer spricht die "Tagesschau" im neuen Studio. © NDR/Thorsten Jander
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180 Grad Panorama einer Tagesthemenausgabe in dem neuen Studio. v.l.: Okka Gundel (Sport), Judith Rakers (Nachrichten), Thomas Roth (Moderator). © NDR/Thorsten Jander
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Blick aus der Regie ins neue "Tagesschau"-Studio: Thomas Roth moderiert die Tagesthemen. © NDR/Thorsten Jander
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Tagesschau 1960 aus dem Studio in Lokstedt. Am Sprechertisch rechts: Dieter von Sallwitz. © NDR
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Karl-Heinz Köpcke - Tageschausprecher von 1959-1987 im Studio. Von links: Maskenbildner Edmund Jung, Karl-Heinz Köpcke, Aufnahmeleiter Sonny Nathan. © NDR
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Das Studio mit Sprechertisch (am Tisch Karl-Heinz Köpcke) und den 3 ferngesteuerten Kameras, 1964. © NDR
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Das Studio mit Sprechertisch (am Tisch Karl-Heinz Köpcke) und den drei ferngesteuerten Kameras, 1964. © NDR/Detlef Drischel
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Tagesschausprecher Karl-Heinz Köpcke (Sprecher von 1959 - 1987, ab 1964 als Chefsprecher) und Dagmar Berghoff (Sprecherin von 1976 - 1999, ab 1995 als Chefsprecherin). © NDR/Annemarie Aldag
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Wilhelm Stöck - Sprecher der Tagesschau von 1965 - 1984, im Studio C. Ab 29. März 1970 wird die Tagesschau des Deutschen Fernsehens in Farbe ausgestrahlt. © NDR/Hans-Ernst Müller
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Jan Hofer - Tagesschau-Sprecher, im Jahr 1985. © NDR/Drischel
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Jan Hofer im Jahr 1989 - Tagesschausprecher, kam 1985 zur Tagesschau, seit 2004 Chefsprecher. © NDR/Detlef Drischel
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Karl-Heinz Köpcke im Studio C im Jahr 1981 - Sprecher der Tagesschau von 1959 - 1987, ab 1964 als Chefsprecher. © NDR/Gita Mundry
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Dagmar Berghoff im Jahr 1976 - Fernsehansagerin SWF 1967 - 1976, Tagesschausprecherin von 16. Juni 1976 bis 31.12.1999, von 1995 bis 1999 Chefsprecherin der ARD Tagesschau. © NDR
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Das Studio mit Sprechertisch (am Tisch Lothar Dombrowski), Reserve-Sprechertisch und den dreiferngesteuerten Kameras, 90er Jahre. © NDR/Detlef Drischel
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Das bearbeitete Design des Studios im Jahr 2005: Die Moderatoren und Sprecher nahmen nun nicht mehr wie bisher auf einem Stuhl Platz. Der Tisch im Studio wurde deutlich erhöht. © NDR

Das letzte Facelift hatte das Tagesschau-Studio überigens 2005 bekommen. Damals gab es ein neues, moderneres Design. Und eine weitere Änderung wurde damals eingeführt: Die Sprecher nahmen fortan nicht mehr auf einem Stuhl Platz, sondern präsentierten die Nachrichten im Stehen. Der Tisch im Studio war dafür deutlich erhöht worden.

Die Tagesschau gibt es seit 1952. Sie ist damit die älteste Nachrichtensendung der Bundesrepublik Deutschland. Heute hat die Tagesschau um 20.00 Uhr rund neun Millionen tägliche Zuschauer. Damit ist sie auch die meistgesehene Nachrichtensendung im deutschen Fernsehen.

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