Viel Diskussionsstoff

Berührender Krimi: Kritik zum "Tatort: Im toten Winkel" aus Bremen

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Die Bremer Ermittler: Inga Lürsen (Sabine Postel) und Stedefreund (Oliver Mommsen).

Kassel. Dieser "Tatort" machte betroffen und brachte viel Stoff für Diskussionen mit. Die Kritik zum ARD-Krimi "Im toten Winkel" aus Bremen.

Der Bremer "Tatort" von Regisseur Philip Koch drückte gleich zu Beginn ziemlich aufs Gemüt: Ein hilfloser Rentner, der seine Frau tötete und sich dann letztlich im Krankenhaus erhängte. Eine ältere Dame, die nichts mehr alleine konnte, und eine junge Frau, die im Wachkoma lag. Es waren deprimierende Bilder. Tief betroffen war auch der Zuschauer von den Schicksalen der Pflegebedürftigen und ihrer Angehörigen.

Automatisch fühlte man sich in das anstrengende Leben der Protagonisten ein, die sich Tag für Tag um ihre Verwandten kümmern. Die Verzweiflung und Überforderung waren den Schauspielern ins Gesicht geschrieben. Selbst die sonst leicht unterkühlte Kommissarin Lürsen (Sabine Postel) rang angesichts des Themas mit sich.

Nach der Hälfte des "Tatorts" war der Fall gelöst. Der Rentner gab den Mord zu. Was sollte jetzt noch passieren? Der Tod des Gutachters kam dann überraschend und brach die deprimierende Stimmung etwas auf. Die solide, nüchterne Ermittlungsarbeit, wie der Zuschauer sie kennt, ging los. Und es blieb spannend bis zum Schluss, denn mehrere Angehörige hatten ein Motiv.

So schnell werden die Zuschauer diesen „Tatort“ nicht vergessen. Dafür bringt das Thema einfach zu viel Diskussionsstoff mit.

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