ARD-Sonntagskrimi

„Tatort“: So viel Rundfunkbeitrag steckt in jedem neuen Fall

Jan Josef Liefers und Axel Prahl stehen für den „Tatort“ vor einem Schloss.
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Sie gelten schon lange als das beliebteste „Tatort“-Duo: Frank Thiel (Axel Prahl) und Karl-Friedrich Boerne (Jan Josef Liefers). (Symbolbild)

Der „Tatort“ spaltet Deutschland in zwei Lager: Die Fans auf der einen Seite. Die Verweigerer auf der anderen. Nun scheint klar, was der Sonntagskrimi die ARD Jahr für Jahr kostet.

Jeden Sonntag holt der „Tatort“ ein Millionenpublikum vor die Fernseher. Zum Auftakt der neuen Saison und dem Frankfurter Fall „Wer zögert, der stirbt“* waren es am vergangenen Wochenende knapp sechs Millionen Menschen.

Doch neben einer treuen Gefolgschaft hat der ARD-Sonntagskrimi auch lautstarke Kritiker. Was letztere immer wieder anführen, wenn sie sich am „Tatort“ abarbeiten: die Finanzierung durch Rundfunkbeiträge. Wie t-online.de nun berichtet, gibt die ARD jährlich 56 Millionen Euro aus, um Fälle zwischen Kiel und München, zwischen Dortmund und Berlin in Szene zu setzen. Heruntergebrochen auf einzelne Erstausstrahlungen bedeutet das: Zwischen 1,5 und 1,7 Millionen Euro kostet ein neuer „Tatort“ die ARD.

„Tatort“ in der ARD: 14 Cent vom Rundfunkbeitrag für einen neuen Sonntagskrimi

Und damit letztlich die Gebührenzahler. Der Rundfunkbeitrag wurde gerade erst auf 18,36 Euro angehoben. Eine Sprecherin der ARD führte gegenüber t-online.de derweil noch alte Zahlen an: „Auf den ‚Tatort‘ insgesamt entfallen rund 14 Cent des monatlichen Rundfunkbeitrags von 17,50 Euro.“

Ob die Deutschen das Geld, das sie indirekt in den „Tatort“ investieren, für angemessen halten, das können sie am 19.09.2021 wieder selbst entscheiden: Dann zeigt die ARD die Erstaustrahlung „Der Reiz des Bösen“ aus Köln. An den Wochenenden zuvor wird auf dem traditionellen „Tatort“-Sendeplatz um 20.15 Uhr ein „Polizeiruf 110“ sowie das Triell der Kanzlerkandidaten ausgestrahlt.

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