Tatort-Kritik: Odyssee durch den "wilden Süden"

München - Gesetzeshüter, die sich kaufen lassen und bereit sind, dafür die eigenen Kollegen zu opfern – der größte anzunehmende „Unfall“ bei der Polizei. So lief der jüngste Fall im "Tatort":

Nichts weniger als einen solchen Supergau thematisierten Autor Leo P. Ard und Regisseur Florian Froschmayer in ihrem jüngsten Fall für die Konstanzer „Tatort“-Kommissarin Klara Blum alias Eva Mattes.

Zwar nahmen es Ard und Froschmayer mit den Details nicht so genau in der Folge „Der Polizistinnenmörder“ über Waffenhändler, denen Menschenleben nichts bedeuten. Doch sieht man darüber und über die Tatsache, dass die Fieslinge für den Zuschauer schon von Weitem als solche zu erkennen waren, hinweg, dann muss man konstatieren, dass es dem Duo gelungen ist zu zeigen, wie verheerend sich das üble Tun von „Maulwürfen“ auf eine effektive Polizeiarbeit auswirkt.

Fotostrecke: Die Kommissare des "Tatort"

Kommissare beim Kultkrimi Tatort

Dass die Odyssee der gejagten Jäger durch den „wilden Süden“ dies- und jenseits der Schweizer Grenze zeitweise zur Kriminalgroteske wurde – macht nichts, spannend bis zum Schluss war dieser Film jedenfalls. Und obendrein ein ideales Entrée für den neuen eidgenössischen „Tatort“-Ermittler Reto Flückiger (Stefan Gubser), der nicht nur seiner deutschen Kollegin schöne Augen machte, sondern sicher auch so manchen (weiblichen) Krimifan neugierig werden ließ auf den ersten eigenen Fall.

Rudolf Ogiermann

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