TV-Kritik

Schlampige „Tatort“-Routine

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m „Tatort“: Lena Odenthal ( Ulrike Folkerts) wurde in Folie eingewickelt und geknebelt, kann sich kaum rühren

Ludwigshafen - Der 50. Auftritt der Ludwigshafener ARD-„Tatort“-Ermittlerin Lena Odenthal war einer der schwächsten in der langen Karriere der Ermittlerin. Das lag vor allem an der wenig innovativen, vorhersehbaren Geschichte.

Auch mit „langweiligen Drehbüchern“ habe sie sich schon auseinandersetzen müssen, bekannte Ulrike Folkerts vor ein paar Wochen in einem Interview. Schade, dass ausgerechnet ihr Jubiläumsfall dazugehört. Der 50. Auftritt der Ludwigshafener ARD-„Tatort“-Ermittlerin Lena Odenthal war einer der schwächsten in der langen Karriere der Ermittlerin, die seit 1989 in der rheinland-pfälzischen Hafenstadt Mörder jagt.

Statt Spannung bot Lars Montag in „Hauch des Todes“ schlampige Routine. Das lag vor allem an der wenig innovativen, vorhersehbaren Geschichte (Drehbuch: Jürgen Werner), an deren Ende wie so oft der Kampf auf Leben und Tod zwischen (Serien-)Mörder und Kommissarin stand. Wenn sie doch weiß, dass auch sie auf der Liste steht, warum führt sie die finale Vernehmung auswärts und ohne Begleitschutz durch?

Aber auch der Plot selbst war schlecht ausgedacht. Der joviale Typ (Lars Eidinger), der Frauen im Akkord erstickt, um sich an der tyrannischen Mutter abzuarbeiten – das wirkte wie eine unfreiwillige Parodie eines Psychothrillers. Der schwachen Idee entsprach die Verarbeitung – Regisseur Montag bot Figuren ohne Tiefe, die papierene Sätze aufsagten.

Auch die verkünstelte Kameraführung mit dem Running Gag der Fischperspektive vermochte die Qualität der Inszenierung nicht zu heben. Im Gegenteil. Dieser Kriminalfilm gehört – wie der Tatort Taucherglocke – für alle Zeiten im Rhein versenkt.

Rudolf Ogiermann

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