Wir verraten: Lohnt sich das Einschalten?

"Tatort Weimar": Ein klamaukiger Spaß

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Wortwitz und Situationskomik: Nora Tschirner und Christian Ulmen als Dorn und Lessing.

Es ist ein bislang seltenes Vergnügen: Mit dem Fall „Der scheidende Schupo" ermitteln Christian Ulmen und Nora Tschirner als verheiratetes Ermittlerduo Lessing und Dorn erst in ihrem vierten Weimarer „Tatort".

Ist der Krimi wirklich wieder ein Vergnügen? 

Und ob! Den Film von Andreas Pflüger (Buch) und Sebastian Marka (Regie) darf man nicht zu ernst nehmen - der Kriminalfall ist geradezu abstrus. Aber was die grandiosen Ulmen und Tschirner an lässiger Situationskomik, Wortwitz und Klamauk liefern, ist wunderbar. Weimar ist das neue Münster, sozusagen: Die Komik ist hier noch überraschender als in den etwas eingefahrenen Fällen von Boerne/Thiel (Jan Josef Liefers, Axel Prahl) in der westfälischen Uni-Stadt.

Um was geht’s denn im aktuellen Fall? 

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Um den Polizisten „Lupo“, der Dorn in Liebe zugetan ist, desseneifersüchtige Freundin von einer Bombe zerfetzt wird, und der selbst zum Opfer eines Giftanschlags wird. Um Schwestern, Erbinnen einer Porzellanfabrik, bis aufs Blut verfeindet. Und um die alte Olga Kruschwitz (großartig: Carmen-Maja Antoni), die in der Hausmeisterwohnung des Porzellanmuseums wohnt und als Ex-Kindergärtnerin alle Protagonisten bestens kennt. Und um ihren unterbelichteten Sohn, der aus dem Knast kommt. Klingt kompliziert? Ist es auch. Macht aber nichts.

Aber wenigstens der Schauplatz Weimar ist klassisch bei dieser Groteske, oder? 

Nein, als Kulisse wird vor allem die Leuchtenburg südlich von Jena ins beste Licht gerückt, wo vor einiger Zeit ein neues Porzellanmuseum eröffnet wurde. Denn Thüringen hat eine reiche Tradition der Keramik: Das Kahlaer Porzellan mit Zwiebelmuster kannte wohl jeder DDR-Bürger.

Die Kritik lesen Sie Sonntagabend aktuell auf HNA.de

"Tatort": „Der scheidende Schupo" um 20.15 Uhr in der ARD.

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