Grausame Familientragödie

"Tatort" Wien zeigte einen Fall, so schrecklich wie die Realität

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Auch sie ließ der Fall nicht kalt: Ermittler Moritz Eisner (Harald Krassnitzer) und Bibi Fellner (Adele Neuhauser).

Der Wiener "Tatort: Glück allein" offenbarte Unvorstellbares und hinterfragte die Rechtsstaatlichkeit. Der Fall ist an eine wahre Begebenheit angelehnt. 

Kein Einstieg für Vegetarier, ein gestörter Familien-Vater, ein Kind, das im Drogenwahn seine eigene Mutter tötet, eine überforderte Ermittlerin und ein ungeklärter Mord. Der österreichische „Tatort: Glück allein“ war eine einzige Tragödie. Das schreckliche Familiengeheimnis, das sich offenbarte, erschütterte.

Grundlage: Laufender Prozess in Österreich

Kaum zu glauben – der Fall beruht auf einer wahren Begebenheit. Vor zwei Jahren erregte der Prozess gegen Eduard Lopatka in Österreich Aufmerksamkeit. Dem Arzt wurde vorgeworfen, seine vier Kinder jahrelang gequält und unter Drogen gesetzt zu haben, um sie gefügig zu machen. 

Damals wurde der Bruder des Politikers, Dr. Reinhold Lopatka (ÖVP), freigesprochen. Seit Februar wird der Prozess in einer Neuauflage fortgesetzt.

Nicht alle Fragen werden beantwortet

Wie im realen Fall blieben auch beim „Tatort“ von Catalina Molina (Regie) und Uli Brée (Buch) viele Fragen offen. Wer brachte den ukrainischen Einbrecher Maksym Kuptschyk (Dieter Egermann) um? Warum setzte Politiker Raoul Ladumer (Cornelius Obonya) seine beiden Töchter unter Drogen? Wieso hielt niemand ihn davon ab?

Obonya spielte seine zwiespältige Rolle hervorragend – man wusste tatsächlich nicht, was man von ihm halten sollte. Der unvorhersehbare Fall lebte von den Spannungen zwischen den involvierten Personen und hinterfragte den Umgang des Rechtsstaats mit in der Öffentlichkeit stehenden Personen.

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