Familie rastet aus

„Asis“ - Skandal bei RTL-Show:  Teilnehmer beleidigen Coach Ilka Bessin

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Ilka Bessin hängt ihre Rolle als „Cindy aus Marzahn“ an den Nagel. 

Finanzielle Unabhängigkeit war das Ziel der Teilnehmer einer neuen RTL-Show. Einer der Teilnehmer rastete im Finale nun völlig aus.

Berlin - Als schrille Comedian „Cindy aus Marzahn“ wurde Ilka Bessin bekannt, nun versuchte die Berlinerin in einem neuen TV-Experiment sozial schwachen Familien wieder auf die Beine zu helfen. Mit „Zahltag! Ein Koffer voller Chancen“ sollte für die drei teilnehmenden Familien ein komplett neues Leben beginnen. Gemeinsam mit einem Koffer voller Geld und drei Experten an der Seite, wollten die Hartz-IV-Empfänger den Sprung in die Selbstständigkeit schaffen. 

„Zahltag! Ein Koffer voller Chancen“: Ilka Bessin hilft Familien

Drei Folgen lang begleiteten Coach und ehemalige Sozialhilfe-Empfängerin Ilka Bessin, Gründerberater Felix Thönnessen und Ex-Bürgermeister von Neukölln Heinz Buschkowsky, die Familien. Mit 30.000 Euro und nützlichen Tipps der Experten wollten die Familien den Weg aus der Hartz-IV-Falle schaffen. Während zwei der Familien durchaus Erfolge vorzuweisen hatten, jedoch durch Umzug, Defekt des Imbiss-Wagens und persönliche Probleme ins Stolpern kamen, schien bei Familie Kempe alles tadellos zu klappen. 

Heinz Buschkowsky ist einer der drei RTL-Coaches.

Mutter Christiane konnte das erste Mal seit drei Jahren beruflich wieder Fuß fassen. Die 30-Jährige fand während des Experiments endlich einen Job als Erzieherin. Ehemann Yves nutzte die Geld-Chance von RTL und versuchte, sich als Kita- und Kommunikationsberater selbstständig zu machen. Und tatsächlich: Nach einem halben Jahr schien das Geschäft der Familie langsam anzulaufen, knapp 1200 Euro netto brachte Familienvater monatlich nach Hause. Fast 10.000 Euro seien von dem Experiment sogar noch übrig geblieben, das Experiment schien sich für Familie Kempe also mehr als gelohnt zu haben! 

„Zahltag! Ein Koffer voller Chancen“: Teilnehmer rastet trotz Erfolg aus

Trotzdem wirkten die beiden im Finale der Sendung alles andere als zufrieden. Als Gründer-Coach Felix Thönnessen dann noch resümierte: „1200 Euro ist natürlich nach einem Jahr für einen Selbstständigen pro Monat leider relativ wenig“, rastete Familienvater Kempe völlig aus. Statt Dankbarkeit wurde nun mit Vorwürfen um sich geworfen: „Ich finde es unverschämt, wie Sie hier als Experten auf Ihrer faulen Haut sitzen. Ich habe Sie nicht als Experten erlebt“. 

Anders als Teilnehmer Kempe sahen die drei Experten für den Familienvater in seinem gewählten Selbstständigkeits-Bereich als Kita- und Kommunikationsberater keine rosige Zukunft, versuchten ihn vielmehr mit beruflichen Alternativen in eine andere Richtung zu schubsen. Dies gefiel dem 32-Jährigen jedoch so gar nicht, was der Familienvater auch vor den Coaches deutlich machte: „Nein, jetzt rede ich!“, wies er die Gastgeber der Sendung schroff zurück. 

Während die Experten versuchten den Familienvater zu beruhigen, winkt dieser nur ab und beschließt: „Wissen Sie was? Ende.“ Mit einem gepressten „Asis“ verließen Familienvater Kempe und Ehefrau Christiane dann die Bühne, schmissen die Mikrofone in die Ecke. Während die ehemaligen Teilnehmer ab dem Zeitpunkt nicht länger am Experiment teilnehmen wollten, resümiert Heinz Buschkowsky ganz treffend: „Für einen Kommunikationspsychologen war das eben ein Desaster“. 

Im „Sommerhaus der Stars“ auf RTL wird sich ebenfalls heftig gezofft.

jl

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