Thomas Gottschalk ist der Herr der Hendl

München - Einen Tag vor der "Wetten dass..?"-Sendung in Augsburg hat Thomas Gottschalk alte Wettschulden eingetrieben. Wie er sich als Hendl-Verkäufer so angestellt hat:

Lesen Sie dazu auch:

"Wetten dass..?": Wer kommt und was passiert

Thomas Gottschalk fürchtet sich vor Ratten

"Wo ist denn der Gottschalk? War der schon da?“, waren am Freitagmittag die wohl am meisten gestellten Fragen auf dem Rathausplatz in Augsburg. Am Tag vor der Sendung sollte "Wetten dass...?"-Moderator Thomas Gottschalk dort seine Wettschulden aus der letzten Sendung in Halle einlösen und eine Stunde lang Hendl verkaufen. Eigentlich – denn am Ende waren es nur gut 20 Minuten, die Aktion wurde kurzfristig abgebrochen.

„Der Druck durch die Zuschauer wurde vorne am Stand zu heftig“, sagte ZDF-Sprecher Peter Gruhne. „Daher haben wir uns entschieden, die Aktion abzubrechen bevor jemand in Gefahr gerät.“ Ein Risiko, und sei es noch so klein, will seit dem Unfall von Samuel Koch keiner mehr eingehen.

Gottschalk versucht sich als Hähnchenverkäufer

Gottschalk versucht sich als Hähnchenverkäufer

Enttäuschte Gesichter also bei denen, die zu spät gekommen waren, um ihren Thommy live zu erleben. Diejenigen aber unter den Hunderten Besuchern, die den Fernsehmoderator noch erwischt und hautnah erlebt hatten, waren deutlich an den glückseligen Gesichtern zu erkennen. Wie die Altenpflegerin Marianna Zöllner, die sich mit zwei Kollegen extra frei genommen hatte, um Gottschalk einmal live zu erleben. „Ich bin sein größter Fan, habe seit halb elf hier gewartet, und dann hat er mir ganz nett die Hand geschüttelt“, erzählte sie und ließ vor lauter Aufregung ihr Hendl kalt werden.

3,50 Euro kostete ein halbes Hendl, aber natürlich trieb Gottschalk den Preis mit seiner Lausbubenart gerne nach oben. Der Erlös ging an die Elterninitiative krebskranker Kinder Augsburg, und für diesen Zweck ließ Gottschalk gerne seinen Charme spielen.

"Wetten, dass..?": Zehn mögliche Gottschalk-Nachfolger

"Wetten, dass..?": Zehn mögliche Gottschalk-Nachfolger

„Ihr seid doch wegen Justin Bieber da, oder?“, fragte er die jüngeren unter den Zuschauern, die teilweise die Schule schwänzten oder gleich ihre Lehrerin überredet hatten, mit der Klasse zum Rathausplatz zu kommen. Wie die zehnjährige Laura, die seit gestern die Heldin ihrer vierten Klasse ist und sich gleich ein Autogramm von Thomas Gottschalk sicherte. „Der macht immer so witzige Sachen“, erklärte sie, warum der Sechzigjährige den 17-jährigen Teenieschwarm Justin Bieber immer noch locker in die Tasche steckt. Aber bei der Sendung am Samstag, da kann man sich den ja gnädigerweise trotzdem auch anschauen.

Ranking: Die beliebtesten deutschen Promis im Web

Ranking: Die beliebtesten deutschen Promis im Web

Danach wird Thomas Gottschalk nur noch zwei reguläre "Wetten dass ..?"-Ausgaben moderieren. Wie es dann mit ihm weitergeht? Als Hendl-Brater jedenfalls würde er sofort einen Job bekommen, wie Ewald Hafner versichert. Der Verkäufer stand mit Gottschalk im Hendl-Wagen und war positiv überrascht, wie der ganz locker gleich mit angepackt hat. „Das war ganz wunderbar, also wir würden den sicher nehmen.“

Nach seinem Abstecher ins Hendl-Fach fuhr Thomas Gottschalk dann direkt zur Probe für die Show auf das Augsburger Messegelände. Zack, weg war er und ließ die Fans mit dutzenden verwackelten Bildern auf Handy- und Digitalkameras zurück. Glücklich und in froher Erwartung auf die Sendung aus ihrer Stadt. Und mit der Stadtwette haben dann auch die Zuspätgekommenen noch einmal die Chance, Gottschalk live zu sehen.

ac

Rubriklistenbild: © dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.