Letzte Runde der ZDF-Show

Tokio Hotel: Comeback bei "Wetten, dass..?"

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Tokio Hotel melden sich bei "Wetten, dass..?" zurück.

Berlin - Noch drei Mal präsentiert Markus Lanz "Wetten, dass.." - und startet mit einem Knaller in die letzte Runde. Tokio Hotel melden sich zurück und treten bei der ZDF-Sendung auf.

Noch drei Mal „Wetten, das..?“ im ZDF - Dann ist Schluss mit der prominentesten deutschen Fernsehshow. Zu Beginn der Abschiedstournee sollen in Erfurt am 4. Oktober (20.15 Uhr) die Band Tokio Hotel und Popsänger Bryan Adams die Quoten der Sendung, die in den vergangenen Monaten unter Zuschauerschwund litt, wieder nach oben treiben. Außerdem ist ein Vorgeschmack auf das Musical „Das Wunder von Bern“, das im November in Hamburg Premiere feiert, geplant. Das teilte das ZDF am Freitag mit. Gastgeber Markus Lanz begrüßt auch unter anderen die US-Filmschauspielerin und Regisseurin Diane Keaton und die deutsche Schauspielerin ChrisTine Urspruch („Tatort“). Lanz wird mit „Wetten, dass..?“ danach noch in Graz und Nürnberg - dort ist am 13. Dezember auch das Finale - antreten.

"Wetten, dass..?" wir diese Show vermissen werden

VERSTECKTE UND OFFENE WERBUNG: Wegen Gummibärchen (im Bild) und schicken Neuwagen stand die Show immer wieder im Verdacht, nicht nur unterhalten, sondern auch Kaufbegierden wecken zu wollen. Dem ZDF wurde Schleichwerbung vorgeworfen. Ganz offen trommelten hingegen die Promis auf der Couch für ihre neue Alben, Bücher und Filme. © dpa
WELTSTARS, DIE ZUM FLIEGER MÜSSEN: Bill Gates, Elton John, Michael Jackson, Paul McCartney, Madonna - außer vielleicht dem Papst gaben sich bei „Wetten, dass..?“ die bekanntesten Menschen der Welt die Klinke in die Hand. Die Superstars tauchten häufig nur für einen Song oder ein paar Sofa-Minuten auf, bevor sie sich wieder aus dem Staub machten. Am Wochenende bestellte Hape Kerkeling der US-Schauspielerin Cameron Diaz (im Bild) direkt vom Sofa aus ein Taxi zum Flughafen. © dpa
TOBENDE PROVINZHALLEN: Die Show verhalf auch eher unscheinbaren Städten zu einem Millionenpublikum. Böblingen, Offenburg, Xanten und Dornbirn in Österreich - selbst kleine Mittelzentren kamen bei „Wetten, dass..?“ groß raus. Die Einheimischen hielten begeistert ihre Plakate hoch, der Moderator winkte lachend zurück. Im Bild: Eine Reinigungskraft nach einer Sendung in Offenburg. © dpa
QUOTENDISKUSSIONEN: Nicht nur wegen peinlich wirkender Einlagen steckte Moderator Lanz viel Kritik ein. Über die Quote der Sendung wurde häufig mehr geredet als über ihren Inhalt. In der Februar-Ausgabe waren die Zuschauerzahlen erstmals unter die Sechs-Millionen-Marke gerutscht. Den historischen Rekord verbuchte Frank Elstner 1985 mit 23,42 Millionen Zuschauern. Bild: Markus Lanz im Schokoladen-Bad nach der verlorenen Stadtwette in Wien. © dpa
SPRÜCHE UND SLOGAN: Der berühmte Spruch „Top, die Wette gilt!“ gab stets den Startschuss für munteres Papierbootfalten und Stifteriechen. Mit den zwei Worten „Wetten, dass..?“ wurden vorher die Wetten präsentiert. Dabei fehlt dem Slogan eigentlich der dritte Punkt - und dem Logo der Sendung das Komma. Im Bild: Der erste Moderator und Erfinder der Sendung Frank Elstner. © dpa
ÜBERLÄNGE: Trotz akribischer Planung ging die Show regelmäßig in die Verlängerung. Schon die Premiere 1981 dauerte 43 Minuten länger als geplant. Drei Jahre später machte Frank Elstner aber auch einmal 12 Minuten früher Schluss. Thomas Gottschalk brachte es im Dezember 1996 auf ganze 73 Minuten Überlänge - was vielleicht auch an Gästen wie Michail Gorbatschow (im Bild) und Arnold Schwarzenegger lag. © dpa
GEMECKER ÜBER MODERATOREN: Auch vor Markus Lanz konnte es kein Moderator dem Publikum in der 33-jährigen Show-Geschichte wirklich recht machen. Elstner galt als piefig, Lippert als brav-bieder, Gottschalk war den Kritikern anfangs zu frech und später zu flach. Lanz wirkte auf manchen Zuschauer zu smart und steif für den Job. Im Bild: Die Moderatoren Frank Elstner, Thomas Gottschalk und Wolfgang Lippert (v.l.n.r.). © dpa
TV-LAGERFEUER: „Wetten, dass..?“ wurde über die Jahre zu einem Familienereignis und zur ernsthaften Bedrohung für jedes Brettspiel. An vielen Samstagen lockte die Sendung in Deutschland, Österreich und der Schweiz mehrere Generationen gemeinsam vor die Mattscheibe. Bild: Moderator Frank Elstner bei seiner letzten "Wetten, dass..?"-Sendung 1987. © dpa
SAAL- UND STADTWETTEN: Ein Donauwalzer auf dem Rathausplatz, eine finnische Sauna in der Straßenbahn, menschliche Weihnachtsbäume und Professoren, die in Krokodilskostümen das Lied „Schni-Schna-Schnappi“ singen - mit kuriosen Stadt- und Saalwetten forderten die Showmaster ihre Zuschauer heraus. Das Einlösen der Wettschulden führte zu den lustigsten und teils auch peinlichsten Momenten der Sendung. Im Bild: Bei einer Stadtwette in Halle stellen sich die Einwohner in gelben Pullovern in Form eines Riesenpullis auf. © dpa
OTTONORMALBÜRGER MIT SCHRILLEN HOBBYS: Waschmaschinen stapeln, VW-Busse umblasen, Telefonbücher zerreißen, Musiktitel an zuckenden Brustmuskeln erraten: Mit Hunderten Wetten offenbarten ganz gewöhnliche Bürger eher ungewöhnliche Hobbys. Im Bild: Achim Jehler, der 2007 an Schmatzgeräuschen Kühe erkannte, den damaligen Chefredakteur des Satiremagazins "Titanic", Bernd Fritz, bei der Buntstifte-Wette, Border-Collie "Rico", der Spielzeuge erkannte und Thomas Schuster bei der Fußgeruch-Wette. © dpa

dpa

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