Duell Schwiegersohn-Schwiegervater

Trailer zu „Why him?“: Nicht gesellschaftsfähig

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Peinlicher Schwiegersohn: James Franco mit Zoey Deutch, Griffin Gluck, Bryan Cranston und Megan Mullally (v.li.).

München - John Hamburgs „Why him?“ variiert fantasielos das Duell Schwiegervater-Schwiegersohn.

Die geliebte Tochter und ihr Zukünftiger. In dieser Versuchsanordnung lag Konfliktpotenzial, wie seit Spencer Tracys „Vater der Braut“ bekannt ist. Zwischen all den Scherzen, die zum Duell Schwiegersohn-Schwiegervater bereits gemacht wurden, fand sich in jeder Variation des Ewiggleichen immer ein neuer Ton. Bei Stanley Kramers „Rat mal, wer zum Essen kommt“ war das 1968 der alltägliche Rassismus in den USA. Bei Robert De Niro versus Ben Stiller in „Meine Braut, ihr Vater und ich“ (2000) standen sich der Ultrakonservative und das pazifistisch erzogene Hippiekind gegenüber. Einen unverwechselbaren Ton zu finden, fiel Regisseur John Hamburg in seiner Neuauflage recht schwer. Zu offensichtlich ist, dass er neben ein paar originellen Seitenhieben auf absterbende Branchen und die „New Economy“ hauptsächlich überdrehte, jedoch sinnfreie Pointen im Kopf hatte.

Druckerei-Besitzer Ned Fleming, angemessen steif gespielt von Bryan Cranston, besucht mit Anhang die studierende Tochter Stephanie (Zoey Deutch) in Kalifornien. Die hat einen herzensguten, jedoch nicht wirklich gesellschaftsfähigen Internet-Milliardär namens Laird (James Franco) kennengelernt. Es liegt ausschließlich an dem vor Energie sprühenden James Franco, dass man der zunehmend verflachenden Handlung von „Why him?“ folgen mag. Die fröhliche Naivität, durch die immer wieder das erbarmungslose, kühl bilanzierende Unternehmertum des Videospiel-Erfinders blitzt, spielt Franco absolut überzeugend. Leider verkommt der Film mangels Alternativen zunehmend zu einer leicht zotigen Ein-Mann-Show.

„Why him?“

mit James Franco Regie: John Hamburg Laufzeit: 112 Minuten

Annehmbar

Der Film könnte Ihnen gefallen, wenn Sie „Vater der Braut“ mochten.

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