Bettina Fraschke über Stefan Raabs Abgang mit feuchten Augen

TV-Kritik zum Abschied von "TV Total": Ein Kuss für Elton

Dirigierend zum Abschied: Stefan Raab. Foto: Pro 7

Als der Hubmechanismus Stefan Raab mit Elton am Mittwochabend aus dem Studio hinabgesenkt hat, die Köpfe langsam aus der Sicht verschwanden, endete eine Fernseh-Ära.

Das kann man ohne Übertreibung sagen, auch wenn man, wie ich, zuletzt oft über die Show „TV Total“ gemeckert hat. Beim endgültigen Abgang wischten dann aber nicht nur der Gastgeber und sein Gast Elton das Feuchte aus den Augen, auch im Publikum sah man Tränen glitzern.

Eine tolle Quote mit 21,8 Prozent Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen war der Dank. Raab münzte die auf gut 70 Minuten verlängerte Ausgabe nicht in eine Best-Of-Nummer um, bei der nochmal Höhepunkte seit 1999 gewürdigt wurden. Schade eigentlich. Da hätte man sich über vieles nochmal freuen, die Meilensteine der Late-Night-Show würdigen können.

Vielmehr gab er seinem Dauer-Showpraktikanten Elton viel Raum - fast zu viel. Gemeinsam schwelgte man in Erinnerungen an witzige Projekte wie die Nummer „Elton redet Bauch“, sang mit der Band Heavytones, die gebührend gefeiert wurde, kabbelte, busselte (!) sich. Sich mit jemandem über die Show zu unterhalten, war im Prinzip natürlich ein kluger Kniff, auch wenn man bei den Einspielern auf Raabs andere Showformate hätte verzichten können.

Die besten Momente waren, wie immer, ganz klar die, in denen Stefan Raab innerlich losgelassen und seine mitreißende Blödellaune gepflegt hat, man den Schalk in seinen Augen wieder blitzen sah. Singend von John Lennon zu den Höhnern in 20 Sekunden - das war genial.

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