TV-Kritik zum Bachelor: Turboromantik zum Gähnen

Der Bachelor

Raus aus der Karibik - ab nach Itzehoe. Bei der RTL-Show „Der Bachelor" standen Heimatbesuche bei den vier verbliebenen Kandidatinnen an. Zum Gähnen, findet Benedikt Dittrich.

Kann Leonard als perfekter Schwiegersohn glänzen? Natürlich. Die vier Dates liefen so nett, fröhlich und oberflächlich ab, dass man schon bei Familie Nummer zwei ein Ende der heilen Welt herbeisehnte.

Sunnyboy Leonard hechelte in einer Stunde Sendezeit von Hildesheim nach Berlin, Heidelberg und Itzehoe. Das Schema war immer gleich: Gespräch mit der Familie, Zweisamkeit am Abend, Kuss zum Abschied. Dazwischen überboten sich Eltern und Geschwister der Kandidatinnen in netten Sätzen ohne Bedeutung. Der Bruder der gebürtigen Einbeckerin Daniela zu Leonard: „Bist ‘n guter!“, Mutter Susanne: „Ein sehr netter Mann“, Daniela nach dem Kuss: „Ich fühl mich dabei so frei!“ Und Leonard säuselte bei Kerzenschein und romantischer Musik auf dem Sofa: „Alles um mich herum vergesse ich.“

Was Konfliktpotential geboten und damit TV-Unterhaltung geboten hätte, fehlte völlig. Kreuzverhör der Eltern: Fehlanzeige. Altersunterschied, Kind aus der vorigen Ehe - für keinen Vater ein Problem. Am schönsten ist noch die Berliner Schnauze von Denise Vater: „Wird schon irjentwie wat werden wa?“. Oder KandidatinLeonie, die dem Bachelor entgegen der durchgestylten Konkurrenz die Tür in Jogginghose und Schlabber-Shirt öffnet.

Die bekommt auch die erste Rose. Auch für Daniela und Leonie-Rosella geht’s weiter. Denise geht leer aus. Dass die eine Schwester hat und Leonard die Eltern „total locker“ fand, hat man da längst vergessen.

Alle Infos zu "Der Bachelor" gibt's auch im Special bei RTL.de.

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