TV-Kritik zum Bachelor: Das Zicken zur nächsten Rose

Seflie-Time: Leonard und Daniela halten den Augenblick für die Ewigkeit fest.

Es buhlten nur noch 17 Mädels um den RTL-Traummann. Die zweite Episode vom Bachelor brachte Veränderungen, Flirts und jede Menge Zickereien, fand HNA-Volontärin Christiane Geier.

Die verbleibenden Mädels sind in ihren Harem eingezogen. Und bekommen Besuch von ihrem Bachelor Leonard. Kaum sind die spitzen Entzückungskreischer über dessen Aussehen verklungen, beginnen die Mädels auch schon vor der Kamera mit Worten sein Aussehen und seinen Familiensinn zu loben. Damit nicht genug, denn in der zweiten Folge konnte die RTL-Kuppelsoap auch mit Frauen mit Chihuahua-Komplexen, zickigen Allüren und Kinder-Allergie auftrumpfen.

In was für einen Harem der Pascha da wohl geraten ist? Für den Zuschauer entfaltete sich eine Soap mit Dialogen wie aus einem schlechten Drehbuch. Und wer in diesem Sinne den Vogel abschoss, war die gebürtige Einbeckerin Daniela. Vor ihrem ersten Gruppendate sah sie Leonard lässig an eine Jacht lehnen und war völlig außer sich: „Wie der Traumprinz, der auf seinem Schimmel angeritten kommt und wartet.“ Ja, tatsächlich versuchte der Bachelor aber nur lässig auszusehen, war kein Prinz und Daniela war weit von einer Prinzessin entfernt. Der Gentleman Leonard kann bei den Mädels jede Menge Punkte einfahren, auch wenn sich der Zuschauer eher wünscht, dass Boot würde kentern.

Daniela 2.0

Das Versteckspiel war für Daniela beendet: Während sie in der ersten Woche noch schüchtern vor dem Muskelprotz weglief, blieb ihr an Deck der schnittigen Jacht nichts anderes übrig, als mit ihren Konkurrentinnen mitzuhalten und sich dicht an ihn zu drängen. Sei es beim Selfie oder beim tanzenden Herumgehopse im knappen Bikini, während Will Smiths Floridahymne „Miami“ läuft - das war auch etwas fürs Auge des männlichen Zuschauers, der sich neben seiner Frau auf die heimische Couch quetschte.

Auch Leonard zeigt sich begeistert von der neuen Daniela, die gar nicht genug von ihm zu bekommen scheint - für ihn ist sie jetzt Daniela 2.0. Es bleibt abzuwarten wie schnittig die dritte Version sein wird.

Erloschener Lokalpatriotismus

Das Herz der Kasseler Zuschauer sank, als Vivianne auf ihrem schnellen Fünf-Minuten-Date stolz verkündete, dass sie überall wohnen könne und kein Problem damit hätte aus Kassel wegzugehen. Eine Schande, wie schnell der Lokalpatriotismus bei jungen Leuten und bei RTL erlischt, wenn der Fernsehruhm winkt. Vivi bekam am Ende ihre Rose, und ein Kompliment zu ihrer sonnigen Art.

Eine fiel ganz besonders auf: die Augsburgerin Marisa. Sie kritisierte Traummann Leonard. Er rede ihr zuviel von seiner Ex-Freundin und sie könne nicht nachvollziehen, dass er so lange ohne seine Tochter verreise - womit sie dem Zuschauer aus der Seele sprach. Mit der Kritik kann Leonard scheinbar nicht gut umgehen und lässt die 23-Jährige, die sowieso lieber bei ihrem Chihuahua sein wollte, bei der Nacht der Rosen leer ausgehen. Neben ihr flogen noch Dominique (27) und Romina (21) raus. Am kommenden Mittwoch buhlen dann noch 14 Kandidatinnen um das Herz des Geschäftsmanns.

Mehr Infos zu „Der Bachelor“ bei RTL.de: 

http://www.rtl.de/cms/sendungen/der-bachelor.html

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