TV-Kritik zu „Der Bachelor“: So niedlich, so süß, so nervig

Erfolgreiches Date in Costa Rica: Die gebürtige Einbeckerin Daniela steht in der RTL-Datingshow „Der Bachelor“ im Finale. Foto: RTL

Von Hildesheim nach Costa Rica: Nach den Familienbesuchen der vergangenen Woche ging es in der RTL-Show „Der Bachelor" wieder in die weite Welt. Nur nervig, findet Benedikt Dittrich.

Jede Kandidatin hatte ein Traumdate mit Bachelor Leonard: Costa Rica für die Ex-Einbeckerin Daniela, Arizona für Leonie-Rusella, die Bahamas für Leonie. Eine wunderschöne Kulisse, die das alberne Liebestheater aber leider nicht retten konnte.

Als Zuschauer fühlt man sich wie der alleinstehende Begleiter eines frisch verliebten Pärchens: Es ist niedlich, süß, aber irgendwann nervt es nur noch. Egal, ob Daniela, Leonie-Rusella oder Leonie - alle drei kichern, kuscheln und knutschen mit ihrem RTL-Romeo. Bei jedem Date der peinliche Moment, in denen beide schweigen, lächeln und dann - oh Wunder - der eine Mund auf dem anderen landet. Das gab es schon vorige Woche in Itzehoe, Hildesheim und Heidelberg. 

Nur jetzt eben garniert mit einer Kletterpartie im Dschungel, einem Frühstück am Strand und einer gemeinsamen Nacht. Danielas Fazit: „Das schönste Date, was ich bisher erlebt habe.“ Und in der Nacht? „Wir haben ganz viel geknutscht, uns in den Armen gelegen“, säuselt sie am nächsten Morgen in die Kamera. So stellt sich vielleicht eine Zwölfjährige die wahre Liebe vor, wenn sie in den neuen Sportlehrer verknallt ist.

Spannungen gab es übrigens zwischen Leonie und Leonhard: Sie hatten eine Nacht mit „intensiven Gesprächen“, wie beide später andeuten. Die Stimmung beim Frühstück ist gedrückt. Die dramatische Musik leitet aber doch nur zur vorletzten Entscheidungsrunde über. Am Ende ist es dann aber Leonie-Rusella, die keine Rose bekommt. Sie hat am Lagerfeuer nur mit ihm gekuschelt, aber nicht wild rumgeknutscht, wie von Leonard erhofft. Kapitaler Fehler, denn auf Zurückhaltung steht der Bachelor eben nicht.

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