Der gefährliche Alltag von Streifenpolizisten

"Tatort" Berlin zeigte, wie überfordert Polizisten sind

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Unter Schock: Tolja (Jonas Hämmerle, vorne links).

Der Berliner "Tatort: Der gute Weg" war ein spannender Krimi über den harten Arbeitsalltag der Streifenpolizei und ein emotionales Drama über kaputte Polizisten-Familien.

Im Berliner „Tatort: Der gute Weg“ stirbt eine Streifenpolizistin. Nicht ganz realistisch: Weder sie noch ihr Kollege trugen beim Einsatz eine Schutzweste – in ihrem Fall eine tödlich endende Nachlässigkeit.

Im realen Polizeialltag ist das kaum mehr vorstellbar. Die Beamten sind mittlerweile überall mit Schutzwesten bekleidet, selbst wenn sie über ein Volksfest patrouillieren oder im Einkaufszentrum.

Insgesamt war die „Tatort“-Geschichte, geschrieben von Christoph Darnstädt und umgesetzt von Regisseur Christian von Castelberg, ein klassischer Krimi. Außergewöhnlich war das Milieu, in dem er spielte: Streifenpolizei. Damit rückte er einen Berufsstand mit einem harten, gefährlichen Arbeitsalltag in den Mittelpunkt, dem in der Öffentlichkeit sonst wenig Beachtung geschenkt wird.

Überraschende Wendungen erzeugten Spannung

Die brisante Handlung um Streifendienst, Drogenring und Familientragödie nahm immer neue Wendungen, sodass sich erst nach und nach die größeren Zusammenhänge offenbarten.

Peter Trabner verkörperte den traumatisierten, desillusionierten, abgekämpften Steifenpolizisten Harald Stracke überzeugend. Am Ende hatte er nichts mehr zu verlieren.

Ermittlerin Nina Rubin (Meret Becker) ging der Fall ziemlich an die Nieren – wegen der Verstrickungen ihres Sohns Tolja (Jonas Hämmerl). Ruhepool und diesmal nicht allzu schlecht gelaunt, ihr Kollege Robert Karow (Mark Waschke).

Der "Tatort: Der weite Weg" in der ARD-Mediathek

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