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TV-Kritik zum "Tatort" aus Köln: Solider Alltag

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Von: Daniel Zander

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Spielen die Ermittler: Klaus J. Behrendt (links) und Dietmar Bär.
Spielen die Ermittler: Klaus J. Behrendt (links) und Dietmar Bär. © ARD

Unser Autor hat für den "Tatort" am heutigen Sonntag nicht nur Lob über. Warum sich die Folge seiner Meinung nach dennoch gelohnt hat, lesen Sie in unserer TV-Kritik.

Ein vermeintlicher Selbstmord, eine falsche Fährte, dann der entscheidene Hinweis und schließlich die Verhaftung der wahren Täter: Als die Kölner Kommissare Max Ballauf (Klaus J. Behrendt) und Freddy Schenk (Dietmar Bär) am Ende von „Tatort: Bausünden“ ihre traditionelle Currywurst essen, haben die Zuschauer keinen bahnbrechenden oder besonders spannenden „Tatort“ gesehen, sondern den soliden Alltag der beiden Kommissare.

Dass dieser Alltag nicht langweilig wurde, lag an dem unterhaltsamen Ermittler-Duo, das zur richtigen Zeit die richtigen Pointen setzte. „Den Bericht schreibst du“, war alles, was Schenk zu Ballauf sagte, als der vermutete Mörder aus dem Auto sprang.

Das Thema bot viel Raum für Sozialkritik, dieser wurde aber im Film von Regisseur Kaspar Heidelbach nicht vollständig ausgenutzt. Die Situation der Arbeiter in Katar, die unter unmenschlichen Bedingungen die Stadien für die Fußball-WM 2022 bauen, wurde nur angeschnitten – in die Tiefe ging das Drehbuch von Uwe Erichsen und Wolfgang Wysocki dort nicht.

Dennoch war es ein lohnender „Tatort“. Trotz mäßiger Handlung konnte immerhin mitgerätselt werden, wer der Mörder ist und ob die verschwundene Ehefrau nicht doch noch lebt.

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