Sonntag, ARD, 20.15 Uhr

Der Überwachung ausgeliefert: So wird der "Tatort" aus Stuttgart

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Unter Druck: Sebastian Bootz (Felix Klare, links) und Thorsten Lannert (Richy Müller) mit Mea Welsch (Karoline Eichhorn).

Der Stuttgarter „Tatort: HAL“ ist dicht am Puls der Zeit: Es geht um „Big Data“, das Darknet, Sicherheit und Überwachung – per Kamera im Internet und weit darüber hinaus.

Thorsten Lannert (Richy Müller) und Sebastian Bootz (Felix Klare) ermitteln. Das wichtigste im Überblick:

Was ist der Ausgangspunkt der Krimi-Handlung? 

Eine junge Frau wird tot im Neckar gefunden. Sie war Schauspielschülerin, verdiente aber ihr Geld als Edel-Callgirl bei einem Online-Datingportal namens „Love Adventure“. Insoweit also ein stinknormaler „Tatort“.

Was macht den Fall dann so aktuell? 

Die Tote war auch für das Softwareunternehmen „Blue Sky“ tätig. Geschäftsführerin Mea Welsch (Karoline Eichhorn) und Programmierer David Bogmann (Ken Duken) entwickeln ein selbst lernendes System, das aufgrund riesiger Datenmengen Prognosen über künftiges Verhalten abgeben kann. So, hofft man, lassen sich auch Straftaten verhindern: schöne neue Welt.

Und was ist das Problem dabei? 

Das Programm verselbstständigt sich, es ist weder zu kontrollieren noch zu stoppen. Künstliche Intelligenz ist so überlegen, dass sie ihren Erfindern über den Kopf wächst, die Menschen ihrerseits manipuliert. Was ist virtuelle Realität, was ist Wahrheit? Das verschwimmt zusehends. Da passt es, dass Autor und Regisseur Niki Stein Kapitelüberschriften wie „Die Verschollene“, „Vor dem Gesetz“ und „Der Prozess“ wählt, die Kafka-Werke zitieren – es ist eine kafkaeske Welt des 21. Jahrhunderts, die hier entworfen wird.

Lohnt sich denn das Einschalten? 

Auch wenn all das nach Science-Fiction klingt: Das Thema Konzernmacht und Datenspeicherung wird unsere Gesellschaft weiter beschäftigen müssen. Vor allem bleibt der „Tatort“ ein Krimi, auch dieser Fall wird gelöst.

"HAL" ist der zweite Tatort nach der Sommerpause. Die Kölner waren am Sonntag, 21. August, mit 90 Minuten "Durchgedreht" zu sehen - hier gibt es die TV-Kritik dazu

Tatort in Stuttgart: Das sind die Sendezeiten vom Fall "HAL"

Das Erste: am Sonntag, 28. August, um 20.15 Uhr

Wiederholungen im TV: am Sonntag, 28. August, um 21.45 Uhr und 23.45 Uhr auf Einsfestival. Am Dienstag, 30. August, um 0.35 Uhr auf Das Erste. 

Sie können den Stuttgart-Tatort auch nachträglich in der ARD-Mediathek anschauen

Neuer Stuttgart-Tatort am Sonntag auf Twitter

Wer über den Stuttgart- Tatort diskutieren will, kann das bei Twitter tun (#Tatort). Das Erste twittert unter eigenem Profil (@Tatort). Wir sind gespannt, wie die Meinungen sind.

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Der Trailer zum neuen Stuttgart-Tatort "HAL"

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