ARD-Zweiteiler

Ulrich Tukur verkörpert legendären Tierfilmer

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Ulrich Tukur (links) wird Professor Grzimek (rechts) in der Filmografie darstellen.

Hamburg - Mit seiner Faszination für wilde Tiere lockte er in den 60- und 70er-Jahren die Deutschen an den Fernseher. Jetzt wird das Leben des Naturfilmers und -schützers verfilmt.

Die ARD verfilmt das Leben des legendären Zoo-Direktors und Naturschützers Bernhard Grzimek mit Ulrich Tukur in der Hauptrolle. Im Frühjahr sollen die Dreharbeiten beginnen, wie der „Spiegel“ berichtet. „Grzimek hat auf prophetische Weise vorhergesehen, was mit unserem Planeten passiert“, sagte Tukur dem Magazin. „Er hat darunter gelitten, dass der Mensch die Tiere drangsaliert und ihnen ihren Lebensraum raubt.“ Der Zweiteiler ist ein Projekt der ARD Degeto und der Ufa Fiction, wie der „Spiegel“ weiter schreibt.

Bilder: Die am stärksten bedrohten Arten

Internationale Experten haben eine Liste der hundert besonders bedrohten Tier-, Pflanzen- und Pilzarten veröffentlicht. Auf dieser steht unter anderem die Baumratte Santamartamys rufodorsalis, die in den Bergen Kolumbiens lebt. © dapd
Auch das Sumatra-Nashorn (Diceros sumatrensis) gehört zu den hundert am stärksten bedrohten Arten. © dapd
Genau wie die Schildkrötenart Psammobates geometricus, die nur in der Kapprovinz Südafrikas vorkommt © dapd
Die Indische Riesentrappe (Ardeotis nigriceps) ist ebenfalls vom Aussterben bedroht. © dapd
Die Vogelart Araripe-Helmpipra (Antilophia bokermanni) auch. © dapd
Der Pilz Cryptomyces maximus, kommt nur noch in einem kleinen Gebiet im britischen Wales vor © dapd
Auch auf der Liste: Das Tarzanchamäleon © IUCN/Frank Gaw
Der Löffelstrandläufer (Eurynorhynchus pygmeus) © IUCN/Baz Scampion
Spinnenaffen (Brachyteles hypoxanthus) © IUCN/Andew Young
Nur noch selten anzutreffen: Madagaskarmoorenten © IUCN/Peter Cranswick

Für Produzent Nico Hofmann soll der Film mehr erzählen als nur Tiergeschichten: „Es ist ein komplexes deutsches Leben. Das Problem ist allerdings, dass manche Zuschauer mehr die Parodie durch Loriot im Kopf haben als das Original. Das will ich gern ändern.“

Die schrägsten Tiere der Welt

Opossum
Das schielende Opossum (Didelphis) Heidi im Zoo Leipzig. Das Tier hat einen Sehfehler. © dapd
Zu viel Winterspeck? Ein Katta im Hamburger Tierpark macht den Test. © ap
Dieser chinesischen Schopfhund ist 2007 zum hässlichsten Hund der Welt gewählt worden. Er wird nur bis zu 33 Zentimeter groß und ist in dieser Variante haarlos. © AP
Huch? Ist ein Storch nicht eigentlich weiß? In Briesen (Brandenburg) wurde dieser blaue Storch gesichtet. © dpa
Mit seiner großen gurkenförmigen Nase gehört der Nasenaffe nicht zu den gängigen Naturschönheiten. Er lebt nur auf der indonesischen Insel Borneo, immer nah am Wasser und in Mangrovenwäldern. © dpa
Diese Königskrabbe kann bis zu 15 Kilogramm schwer werden und erreicht eine Spannweite von bis zu zwei Metern. Sie ist auch als "Kamtschatka Riesenkrabbe" bekannt. Sie stammt aus dem nördlichen Pazifik vor Japan und Alaska. © AP
Diese japanische Riesenkrabbe spielt mit einem Mini-WM-Ball. Sie ist die größte lebende Krebsart. Ihre Spannweite beträgt knapp vier Meter. © dpa
Zwei Sphinx-Katzen. Sie sind eine kanadische Katzenart. Auf den ersten Blick ist die Sphinx-Katze haarlos, doch bei näherer Betrachtung ist ein zarter Flaum zu erkennen. Sie ist sehr intelligent und ihre Haut bräunt im Sommer ebenso wie die des Menschen. © AP
Die Sphinx-Katzen Hale-Bopp (links) und Beanie Baby ruhen sich bei einer Tiershow aus. © AP
Es gibt den reinrassige chinesische Schopfhund auch in der Variante „Powder Puff“ mit ganz feinem Fell. Auch dieses Exemplar wurde ebenfalls beim World's Ugliest Dog Contest in Petaluma, Kalifornien, 2007 gesehen. © AP
Dieser chinesische Schopfhund besitzt nur ein Auge und drei Pfoten. Der arme Kerl gewann 2008 den Titel des hässlichsten Hundes der Welt. Chinesische Schopfhunde gelten als verspielt, aufgeweckt und gefühlvoll. © AP
Miss Ellie ist 15 Jahre alt und blind. Beste Voraussetzungen für die reinrassige chinesische Schopfhündin, den begehrten Titel des hässlichsten Hundes der Welt abzuräumen. © AP
Der mexikanische Schwanzlurch hat eine besondere Fähigkeit: Er kann verlorene Gliedmaßen nachwachsen lassen. In ihrer Heimat gehören Axolotl zu den vom Aussterben bedrohten Tierarten. © dpa
Bei uns werden Axolotl für die Wissenschaft genutzt. An ihnen wird das Wachsen von Zellen aus dem Embionalstadium beobachtet. Die Tiere wachsen ein Leben lang, im Alter allerdings immer langsamer. © dpa
„Astaroth“ ist ein Aye-Aye-Männchen. Das Fingertier verfügt über bis zu acht Zentimeter lange Finger mit denen es sich sein Essen angelt. Fingertiere leben nur noch auf Madagaskar. © dpa
„Sam“ war drei Jahre in Folge der hässlichste Hund der Welt. Der chinesische Schopfhund wurde inzwischen eingeschläfert, seine Website gibt es aber immer noch. © dpa
Der Nacktmull lebt in Halbwüsten in Äthiopien, Kenia und Somalia und ist ein Sandgräber. Er lebt in von Weibchen geleiteten großen Kolonien. © dpa
Der Nacktmull (hier im Dresdener Zoo) gilt als das sozialste Tier der Welt, hat aber ein echtes Imageproblem wegen seines Aussehens. © dpa
Der Seeteufel (vorne) oder auch Lotte genannt lebt im nordöstlichen Atlantik und ist wegen seines weißen und festen Fleisches beliebt. Im Hintergrund ein Felsenbarsch. © dpa
Der Sternmull ist eine Maulwurfart und hat rund um seine Schnauze 22 fingerförmige Hautanhänge. Er lebt an Land, jagt aber auch im Wasser. Um seine Beute aufzuspüren, bläht er Luftblasen auf, saugt sie sofort wieder ein und nimmt so die Duftstoffe der Beute war. Dann weiß er, wohin er schwimmen muss. © Ken Catania/Nature/dpa
Dieser Kater heißt Frank bzw. Louie. Je nachdem von welcher Seite man ihm ins Gesicht schaut. Er lebt in Worcester im Bundestaat Massachusetts. © 

Grzimek, der 1987 starb, gilt als Vorreiter des internationalen Naturschutzes. Mit seiner Fernsehsendung „Ein Platz für Tiere“ brachte er seit den 50er Jahren drei Jahrzehnte lang wilde Tiere in Nahaufnahme in deutsche Wohnzimmer. Für seinen 1959 entstandenen Film „Serengeti darf nicht sterben“ erhielt Grzimek 1960 einen Oscar. Bei den Dreharbeiten zu dem Film kam sein Sohn Michael ums Leben.

dpa

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