Unsere TV-Kritik zum Tatort: Männer in der Krise

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Schwieriger Einsatz: Max Ballauf (Klaus J. Behrendt, links) und Freddy Schenk (Dietmar Bär).

Bettina Fraschke hat zum Start der "Tatort"-Saison einen soliden Fall aus Köln gesehen. Ihre Kritik zum Film:

Es war ein anständiger Saisonstart mit einem spannenden Fall. Auch wenn der Täter schon recht bald zu ahnen war im Kölner „Tatort: Durchgedreht“. Norbert Ehry (Buch) und Dagmar Seume (Regie) spielten ein Leitthema durch, das alle Verdächtigen vereinte, bei denen die Kommissare Max Ballauf (Klaus J. Behrendt) und Freddy Schenk (Dietmar Bär) zu ermitteln hatten. Alles Männer in höchster Anspannung, in einer Krise, auch21 wenn die auf den ersten Blick gar nicht so sichtbar war. Der Enthüllungsjournalist Ole Winthir (Peter Benedict) wurde zwar arg klischeehaft vorgeführt, aber die anderen Figuren, der Bauunternehmer, der Steuerfahnder und Mann/Vater der Getöteten, dessen Bruder und dessen Schwager wurden subtil und stimmig vorgestellt. Toll: Wie Alexander Beyer, der als Sven Habdank in Verdacht gerät, seine Frau und seinen Sohn getötet zu haben, diesen Mann kurz vor dem Ausflippen spielt.

Überzeugend war auch die ganze Eingangssequenz, in der der Doppelmord gar nicht gezeigt werden musste, der Fokus ganz auf dem kleinen Mädchen lag, das zur Zeugin wurde. Erst als Kommissar Freddy Schenk die Fotos vom Tatort am Computer betrachtete, rückte die Leiche der toten Frau kurz ins Bild. Spannend geht auch unblutig.

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